Velosicherheit Freihofstrasse/VVR

samuvelo 2. Feb. 2026

Liebe Verantwortliche der Planung in Altstetten
Liebe Verantwortliche der Planung VVR-Baslerstrasse

Der Verkehr auf der Freihofstrasse hat in letzter Zeit zugenommen - verschiedene Anwohner:innen teilen diese Ansicht (sie sind leider einfach nicht auf Bikeable). Dadurch nehmen auch die gefährlichen Situationen auf der VVR bei der Freihofstrasse zu. Folgende Punkte sind dabei zentral:

1. Nicht-richtplan-konformer Durchgangsverkehr ↔️🚘
Die Freihofstrasse wird als Verbindung zwischen Badenerstrasse-Hohlstrasse genutzt – entgegen den Festsetzungen des Richtplans. Auf der Kreuzung Freihofstrasse/VVR kommt es deshalb regelmässig zu gefährlichen Situationen durch rücksichtslos querende MIV-Lenkende.
Mit der kommenden Einbahnregelung beim Letzi dürfte diese Routenwahl sogar noch zuehmen. Wenn die Stadt Verkehr auf einer Sammelstrasse (Herdernstr.) unterbindet, muss sie m.E. zwingend verhindern, dass sich der Durchgangsverkehr einfach auf eine parallele Quartierstrasse verlagert.

2. Neue Siedlungsentwicklung erhöht den Druck 🏗️🏢➕🚗
Mit Lidl, dem Alto Tower und dem Neubau an der Baslerstrasse entstehen mehr Wohnungen, mehr Gewerbe und damit mehr Mobilität. Damit dieser nicht die Velosicherheit beeinträchtig, sollte dieser Verkehr primär über die Badenerstrasse abgewickelt werden und nicht die VVR queren. Wenn die Strasse weiterhin für den MIV durchgehend befahrbar bleibt, wird sie auch entsprechend genutzt werden.

3. Zu breite Strasse – mangelnde Temporeduktion 🛣️🏎️💨
Die Strasse wird trotz T30 oft schnell befahren (früher wurde noch geblitzt aber sogar das hat man aufgegeben). Die Einengung durch 2 Parkfelder wirkt nur theoretisch – in Praxis wird sogar häufig beschleunigt, um „es noch vor dem Gegenverkehr zu schaffen“.

4. Parkierung - Gefährdung für Velos 🚗🅿️💡
Parkfelder werden maximal als Empfehlung interpretiert. Die punktuellen Kontrollen ändern daran nichts. Der ruhende Verkehr bleibt für Velofahrende gefährlich (Dooring, rücksichtsloser Gegenverkehr, knappe Überholmanöver, Drängeln etc.). Auch in einem ehemaligen Industriequartier dürften Quartierstrassen als solche gestaltet und genutzt werden.

5. Gefährliche Einmündung in die Hohlstrasse 🚘⚡↩️
Die Abbiegesituation von der T50-Hohlstrasse zwingt Autofahrende richtiggehend, mit viel Zug abzubiegen – was im Konfliktgrün für zu Fuss Gehende (Bushaltestelle, Kindern, Schüler:innen und ZüriWerke im MediaCampus etc.) gefährlich ist.
 Mir ist klar, dass hier wenig Handlungsspielraum besteht (siehe Walkable). Aber weniger Durchgangsverkehr reduziert auch das Risiko.

Mein Anliegen 🙏👉 📣
Bitte realisiert Massnahmen, welche den durchfahrenden MIV konsequent aus der Freihofstrasse fernhalten (siehe dafür z.B. https://www.bikeable.ch/spots/12318; so ähnlich habt ihr die Weststrasse auch vom Durchgangsverkehr befreit, oder?).

Es ist mir bewusst, dass es zig Strassen mit ähnlichen Problemen in der Stadt gibt. Da die Freihofstr. aber direkt an der VVR liegt und der querende Verkehr ein grosses Sicherheitsdefizit für Velofahrende darstellt, finde ich es wichtig, wenn die Stadt sich dieser Problematik annimmt. Es geht um eine sichere und attraktive VVR. Und ja, das Bauprojekt ist im Gang, ich weiss. Aber die Bagger sind ja noch nicht aufgefahren. Drum: nutzt doch bitte die Chance.

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Dieser Spot gilt als verbessert, sobald 3 weitere Personen ihn als verbessert markieren. Alternativ kannst du ein Beweisfoto hochladen.

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5 Kommentare

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samuvelo

5. Feb. 2026

Liebe Stadt.

Was haltet ihr wenigstens schon mal von einer ersten Sofortmassnahme ‚Sicherheitslinie + Leitlinie‘ - sofern das rechtlich machbar ist? Oder Baken?

So würde man wenigsten die unabsichtlichen U-turns aus den Parkfeldern verhindern. Die sind gefährlich für Velos Richtung Altstetten und am Knoten Freihofstrasse. Gleichzeitig wäre das queren für Velos in Richtung Stadt zum Letzipark noch immer möglich. Es scheint vielen Ortsunkundigen nicht klar, dass das eine Einbahnstrasse ist.

Und ich glaube ihr wisst, dass dies nicht der gewünschte 8-80 Endzustand ist.

Bearbeitet: 5. Feb. 2026, 17:55:18

hajdeni

5. Feb. 2026

Das! Genau das! Warum hats nur eine gestrichelte Linie und keine durchgezogene SIcherheitslinie mit Leitbacken in der Mitte der Strasse?

samuvelo

4. Feb. 2026

Nachtrag:
Ich habe versucht, die Morgenstimmung bildlich etwas einzufangen. Das gelingt nur mässig, da man die Autos in alle Richtungen (ja, alle 4 Himmelsrichtungen) schwer einfangen kann. Zusätzlich sind viele Kinder auf dem Schulweg und ordentlich Velos auf der VVR. Immerhin wird die Parkierungssituation (das links wären übrigens 2 PF) sowie das MIV-Aufkommen zwischen Hohlstrasse und Badenerstrasse ersichtlich. Ja: Keiner der Drei im Bild hat den Blinker Richtung Letzipark gesetzt. Alle wollen schlicht das Rotlicht bei der Herdern umfahren.

Bearbeitet: 4. Feb. 2026, 19:31:34

amateur

2. Feb. 2026

Eye Opener zum Ausweichsystem Herdern-/Bienen-/Nora-/Bullingerstrasse: mittlerweile wird diese Variante von den Navis zu jeder Tageszeit als Alternative zum Albisriederplatz vorgeschlagen. Also zum Beispiel jetzt, um 21:44. Die VVR ist IMMER die bessere Variante für den MIV.

Warum? Weil dort der Verkehr immer schön fliesst. Zwar gedrosselt auf 4 Fahrzeuge pro Minute (LSA Hardstrasse), aber das ist aus Sicht Navi immer noch besser als die (un)regelmässigen Totalblockaden durch Busse, Fussverkehr und Stau, die auf dem selbstregulierten Albisriederplatz zu beobachten sind.

Diese Ausweichsverkehrsysteme breiten sich immer mehr aus, also niemand kann überrascht sein, dass es jetzt auch die Freihofstrasse trifft. Es entstehen Ausweichrouten zum Ausweichen von den Ausweichrouten.

Ein Nullsummenspiel zu Lasten der Wohnbevölkerung. Angeleitet durch die Navis fahren die Autos kilometerweise Umwege durch die Quartiere, um zwei Minuten zu sparen und sich 5, 6 oder auch 10 Plätze weiter vorn auf der Rosengartenstrasse einreihen zu dürfen, grossartig!

Das einzige was hilft: in Quartieren sollen nur noch Anlieger fahren dürfen. Das lässt sich nur mit Modalsperren realisieren. Also sogenannte "Quartierblocks", aber nicht als Jahrhundertprojekt, sondern JETZT.

Es ist ein Notstand, ich hoffe das ist bei TAZ und DAV irgendwie angekommen!?

Bearbeitet: 2. Feb. 2026, 21:13:16

samuvelo

3. Feb. 2026

Wenn ich richtig informiert bin, testet die Stadt ja grad solche Blöcke. Ich frage mich allerdings wieso nicht hier.

In Altstetten boomt es. Die Siedlungsverdichtung ist in vollem Gang. Wir werden in naher Zukunft deutlich mehr Menschen und somit mehr Mobilitätsbedürfnisse haben. Die Strassen so zu belassen wie sie sind - dann wissen wir alle wie sie auch genutzt werden.

Altstetten braucht dringend öffentliche und sichere Aifenthaltsräume. Die teilweise breiten Quartierstrassen können genutzt werden.

Die Kinder, Jugendlichen, Alten, Familien, Singles, … alle Gesellschaftsschichten brauchen Platz, Freiraum, etc. Das soziale Leben im Quartier braucht Raum, nicht Blechbüchsen und Asphalt… wir wären euch dankbar

Bearbeitet: 3. Feb. 2026, 07:23:29