Car-Vorzugsroute Bleicherstrasse

voltshift 15. Sept. 2026

Die Luzerner Verkehrspolitik scheint sich langsam auszuzahlen. Die Velovorzugsroute Bleicherstrasse entwickelt sich offenbar zur offiziellen Car-Zubringerstrecke. Allein in einer Woche sind mir bereits vier grosse Reisebusse entgegengekommen.
Das geplante Fahrverbot auf der Moosmattstrasse dürfte daran wenig ändern. Die Cars finden den Weg auch über Obergrundstrasse und Bireggstrasse problemlos.

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velofeedback

16. Sept. 2026

Die Beobachtung einer Zunahme von Cars in diesem Quartierabschnitt kann ich bestätigen. Auch Rund ums Neubad und bei der Neustadtsrasse. Es scheint als ob die Cars zum Teil von der Allmend her kommend die Moosmattstrasse und Eschenstrasse nehmen und dann via Bleicherstrasse oder Neustadtstrasse zum Bundesplatz fahren.

Von der Allmend her kommend sollten die Cars die Horwerstrasse nehmen (und 30er Zone einführen wo das Freigleis durch die Horwerstrasse unterbrochen wird). Wahrscheinlich haben sie aber auf dem Navi die “direkteste Route” eingestellt oder Google Maps sagt es sei schneller durch die Quartiere.

voltshift

17. Sept. 2026

Man möchte die grossen Reisebusse aus einem bestimmten Gebiet oder von einer bestimmten Strasse weghaben. Aber die Cars verschwinden ja nicht plötzlich. Jeder Car muss weiterhin zum Hotel oder zum Ausstiegsort gelangen. Wenn eine Route unattraktiv oder gesperrt wird, sucht sich der Verkehr einfach einen anderen Weg. Das Ergebnis ist dann oftmals nicht weniger Verkehr, sondern mehr Verkehr in Quartieren, die dafür ursprünglich gar nicht vorgesehen waren. Damit verdoppelt sich die Belastung entlang dieser Ausweichroute. Genau deshalb sollte man Verkehrsmassnahmen immer auf Netzebene betrachten. Es genügt nicht zu sagen: " Hier wollen wir keine Cars mehr." Die entscheidende Frage lautet: "Wo fahren sie stattdessen?" Die Beobachtungen an der Bleicherstrasse, Neustadtstrasse und rund um das Neubad deuten darauf hin, dass genau dieser Verlagerungseffekt bereits stattfindet. Auf einer Velovorzugsroute möchte man eigentlich nicht regelmässig grossen Reisebussen begegnen. Bevor weitere Routen gesperrt oder umgeleitet werden, wäre es sinnvoll, die tatsächlichen Fahrwege der Cars zu analysieren. Sonst löst man ein Problem an einem Ort und schafft gleichzeitig ein neues an einem anderen. Das ist keine Verkehrsreduktion, sondern lediglich Verkehrsverschiebung.

Da der Kanton mit der Stadt Luzern im Clinch liegt und sie sich nicht mal einig sind,über welchen die Routen der Verkehr gesteuert werden soll, sehe ich da wenig Hofnung auf Besserungen Zukunft. nicht mal einig sind über Routen sehe ich da wenig Hoffnung auf Besserungen in Zukunft.

Bearbeitet: 17. Sept. 2026, 14:25:30

radtlos

17. Sept. 2026

Einverstanden. Aber die Cars von der Allmend her kommend können wie geschrieben ohne Weiteres die Horwerstrasse nehmen (wobei dort noch einiges an Velosicherheit zu tun wäre) und die Cars von dem Parkplatz Rösslimatt herkommen können ohne Weiteres die Arsenal- und Eichwilstrasse nehmen, um dann schlussendlich von diesen beiden Richtungen auf die Obergrundstrasse zu kommen.

Dass jetzt, auch ohne Fahrverbote in den Quartieren, so viel Cars in diesen Quartieren unterwegs sind, ist dem vielen Autoverkehr selbst geschuldet. Die Cars können aber genauso im Stau stehen bei der Obergrundstrasse wie alle anderen und sicher nicht in die Quartiere ausweichen (so wie dies wohl jetzt geschieht; so wie es leider auch sehr viele Autofahrende machen, obwohl sie gar nicht in die Quartiere müssten).