2 Jahre bauen, damit es nachher wieder so aussieht wie davor? Umbau Baslerstrasse und Saumackerstrasse

tiez 8. Sept. 2026

"Aktuell, 1. September 2026

Erneuerung der Kanalisation, der Werkleitungen und Fernwärmeausbau
Aufgrund eines laufenden Rekursverfahrens können die geplanten Neuerungen an der Oberfläche nicht realisiert werden. Somit wird die Oberfläche der Strasse nach Abschluss der dringenden Bauarbeiten im Untergrund wieder wie vorher aussehen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann kein Termin für die Umsetzung der neuen Oberfläche kommuniziert werden.

Die Bauarbeiten an der Kanalisation, den Werkleitungen sowie der Fernwärmeleitungen beginnen am Dienstag, 15. September 2026 und dauern voraussichtlich bis Ende April 2028. "

https://www.stadt-zuerich.ch/de/planen-und-bauen/projekte-und-ausschreibungen/strassen-freiraum/baustellen/baslerstrasse.html

Danke für die Verzögerungen bis 204x

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19 Kommentare

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samuvelo

9. Sept. 2026

Liebe Stadträtinnen, Liebe Verantwortlichen

Ein Bild von heute morgen zeigt ungefährt die Situation, welche ihr voraussichtlich nun mit dem Projekt einen Km stadtauswärts reproduziert. Hier versprecht ihr uns seit mehrerern Jahren Besserung. Passieren tut leider nichts - nicht mal die versprochenen Trostpflästerchen kommen. Deshalb ist es m.E. verständlich, dass sich die Velocommunity gegen dieses Projekt wehr.

Auf dem betroffenen Abschnitt hat es heute gemäss Gesamtverkehrsmodell (GIS ZH) über 7'000 FZ./DTV - VVR-Konform wären 2'500. Die Reduktion von rund 5'000 Fahrzeuge ist herausfordernd, wie/dass dies ohne konsequente Massnahmen (insbes. Unterbindung Autobahnauffahrt - nutzt doch bitte den neuen Anschluss Grünau), ist für mich und wohl vielen anderen kaum nachvollziehbar.

Ich kenne all die Auflagen und Rückmeldungen nicht. Ich habe aber das Gefühl, dass ihr auf diese Diskrepanz (hoffentlich) schon hingewiesen wurdet. Wenn nicht müsstet ihr euch aber doch selber dessen bewusst sein.

Dass nun einfach Status Quo wieder aufgebaut ist, finden wir - wie ihr seht - tragisch. Logisch, wir kennen die Prozesse während Einsprachen nicht. Aber man hätte doch gleichzeitig schon auch nochmals die Möglichkeit gehabt, Dinge anzupassen und zu reagieren., oder? Statt Jahre zu warten und nun die Verzögerung den Einsprechenden in die Schuhe zu schieben.

Und da das Ganze so nun doppelt kostet, bitte ich euch nochmals zu prüfen, ob ihr während den dringenden Sanierungsmassnahmen die Oberfläche nochmals planen und auflegen könnt, sodass diese im 28ig umgesetzt werden können.

Bearbeitet: 9. Sept. 2026, 06:32:23

noctua

9. Sept. 2026

Danke @Samuvelo für das faire, aber bestimmte, Statement. @Stadt Zürich: hier draussen in Altstetten sind wir aus genannten Gründen stark gefrustet. Ich bitte als Anwohner, dass sich die DAV und das TAZ der Situation zielführend und zeitnah annehmen. Danke.

pinkisdead

8. Sept. 2026

Eine Trauernachricht nach der anderen, was die grüne Entwicklung in dieser Stadt angeht. Und dann diese ganze Propaganda von Brander und Rykart darüber, wie grün und menschenzentriert Zürich angeblich geworden ist. So grün und menschenzentriert, dass sie bei jedem Social-Media-Post die Kommentare deaktivieren müssen, damit die Leute ihnen nicht das Shitting geben können, das sie eigentlich verdienen.

velocitty

9. Sept. 2026

Einfach unglaublich wie Autokarin Rykart sogar vor Gericht geht, um den Durchgangsverkehr auf einer Velovorzugsroute wie der Baslerstrasse mit der Brechstange zu erhalten.
Wenn sie sich nur mit halb so viel Engagement für sicheres Velofahren einsetzen würde wie für den Durchgangsverkehr auf Gemeindestrassen, wäre Zürich eine Traumstadt zum Velofahren.

Zeit für einen Parteiwechsel, das wäre wenigstens ehrlich...

erdbeertorte

8. Sept. 2026

Komisch, in den Visualisierungen sieht es immer gut aus…

zh2000

8. Sept. 2026

Das Problem ist, dass es auf der gesamten Strecke viel zu viel Autoverkehr hat und mit dem Projekt die bestehenden Velostreifen aufgehoben werden, ohne gleichzeitig den Durchgangsverkehr einzuschränken...

Würden zusätzliche Massnahmen gegen den Autoverkehr ergriffen, könnte es mit relativ wenig Zusatzaufwand zu einem guten Projekt werden. Umso unverständlich ist die diesbezügliche Weigerung des Tiefbauamtes!

Bearbeitet: 8. Sept. 2026, 18:28:51

erdbeertorte

8. Sept. 2026

Agree. War auch ironisch gemeint mit einem ernstem Appel an die Stadt, die Bilder künftig anzupassen. (Töffs bei Velo-PP, herumstehende Schrott Trottis, DHL Karre mit Warnblinker halb auf Trottoir, Velofahrende und E-Vespa (2-3 Personen) auf Trottioir, verklebte Signaltafeln und ein Streifenwagen, der einfach der Strasse entlang rollt)

Aber schlussendlich sicher nicht die wichtigste Änderung, die beim Planungsteam ansteht.

bikelover23

8. Sept. 2026

Also, wann Superblocks-Initiative?

zh2000

9. Sept. 2026

@erdbeertorte: Hehe, das hat was... der Autostau, welcher die Veloroute blockiert, darf dann aber auch nicht fehlen...

@bikelover23: Auch bei den Superblocks schafft es das Tiefbauamt, das Konzept so weit zu verwässern, dass die tatsächlich umgesetzten Projekte mit Superblocks nur noch den Namen gemeinsam haben..

Bearbeitet: 9. Sept. 2026, 04:58:40

samuvelo

9. Sept. 2026

Olgaundfritz hat/haben nachgeholfen. M.E. fehlen einfach noch die Velofahrenden, die auf dem Trottoir fahren und der Bus, der im Stau steckt ;)

amateur

8. Sept. 2026

Einmal mehr scheitern wichtige Projekte an der Weigerung der Stadtregierung Zürich, den Schleichverkehr wirksam zu bekämpfen. Robuste Massnahmen? Igitt, lieber nicht. Das überlässt man lieber der "Provinz". Birsfelden, Kanton Uri, Domleschg. Alle mutiger als die grossartige Stadt Zürich.

simulant

8. Sept. 2026

Ich bin auch schon lange und zunehmend ratlos. Klar, Bauprojekte sollen demokratisch und juristisch anfechtbar sein - das dauert hierzulande meinetwegen auch mal länger als in China (zufälliges Beispiel, egal).

ABER: Mich beschleicht das Gefühl, dass die Stadtregierung und -verwaltung strategisch und politisch auf zu niedriger Flughöhe operiert. Viele Projekte sind angreifbar, mittelmässig gut eingetaktet, in ungünstige Portionen aufgeteilt und viel zu oft heisst es, wir würden ja schneller vorwärts machen, die Verzögerungen sind aber nicht unsere Schuld - als sei es jedes einzelne Mal eine Überraschung, dass es Einsprachen aus verschiedenen Richtungen gibt.

Wir kriegen ja live mit, wie halbbatzig die letzten Projekte (nicht) abgeschlossen werden, wie unbeholfen beobachtet und schlecht nachgebessert wird (wenn überhaupt).
Wenn auf diesem Niveau auch geplant wird, ist es nicht verwunderlich, dass die Projekte steckenbleiben und auf der langen Bank der Instanzen versauern.

Das alles lässt sich natürlich bequem in der bikeable Kommentarspalte feststellen - aber wie zh2000 zu Recht bemerkt: In diesem Projekt hat sich die Stadt ganz einfach selbst das Bein gestellt.

zh2000

8. Sept. 2026

Tragischerweise handelt es sich um einen Rekurs von Pro Velo. Dieser erfolgte, weil das Projekt absolut ungenügend ist und das Tiefbauamt - wie fast immer - alle entsprechenden Einwände ignoriert hat.

Dies nota bene unter einer Vorsteherin, die mit dem Wahlkampfversprechen, Zürich zur Velostadt umzubauen, angetreten ist...

Absolut unverständlich und eigentlich nicht akzeptabel! Aber da als Alternative lediglich die noch viel schlechteren bürgerlichen Clowns zur Verfügung stehen, haben derartige Fehlleistungen leider nie eine Konsequenz...

Bearbeitet: 8. Sept. 2026, 15:44:33

samuvelo

8. Sept. 2026

Könnte man nicht parallel ein verbessertes Projekt entwickeln (zB Durchgangsverkehr mit Rechtsabbieger bei Luggwegstrasse unterbinden und gut ist), während den Bauarbeiten auflegen und dann im 2028 beim Abschluss umsetzen?

PS. Der Verkehr via Europabrücke auf die Autobahn will primär Richtung Westen davonfahren. Dazu gibt es den neuen Anschluss Grünau, oder? Man muss nicht mehr zuerst in die falsche Richtung durchs Quartier, sondern kann via Kantonsstrasse Richtung AA Grünau. Deswegen: was haltet euch davon ab die direkte Zufahrt auf die Europabrücke zu kappen?

Bearbeitet: 8. Sept. 2026, 17:28:07

tiez

8. Sept. 2026

Dieser Kommentar wurde gelöscht

Gelöscht: 8. Sept. 2026, 20:11:41

hajdeni

8. Sept. 2026

Der Rekurs kam, soviel mir ist, von Pro Velo, welche sich gegen die fleischbremsartige Gestaltung der VVR-Baslerstrasse wehrt.

Zur §13er Auflage gab es auch hier einen kritischen Spot VVR Baslerstrasse / Saumackerstrasse - Planauflage und bei der §16er hat sich diesbezüglich leider nicht signifikant viel geändert.

Insofern wohl eine notwendige Verzögerung.

Bearbeitet: 8. Sept. 2026, 15:14:10

tiez

8. Sept. 2026

Gab sicher auch Rekurse wegen dem Parkplatzabbau

samuvelo

8. Sept. 2026

Ich habe das Gefühl, dass die Gestaltung okay wäre, würde man die Verkehrsbelastung durch ein sinnvolles Regime unterbinden. Und das müsste die Stadt doch langsam verstehen, dass sie einen behördenverbindlichen Auftrag dazu hat

maui

8. Sept. 2026

OMG - war der Sommer 2026 noch nicht heiss genug ?

Mehr Bäume weniger Parkplätze - solche Rekursverfahren gegen solche Verbesserungen sollen weiterhin zulässig sein, ja, .... aber das muss dringest beschleunigt werden!

Hier wird eine riesen Chance vertan.
Was ist mit dem Wählerwillen - der wird wieder einmal mehr nicht umgesetzt !

Ich frage mich einfach warum es in Paris (mit rund 5x mehr Einwohner) möglich ist aber in
Zürich nicht.

Scheine mir eher ein Behörde versagen.

Dass man die Oberfläche jetzt nicht Umgestalten kann, bedeutet auch ein Mehraufwand und mehr Kosten für den Steuerzahler.
Die sollte eigentlich die Verhinderer mit ihren Einsprachen übernehmen !


Bearbeitet: 8. Sept. 2026, 15:11:16