Autofahrer blockieren Veloweg entlang der Seetalstrasse

voltshift 16. Aug. 2026

An dieser Stelle fahren Autos bei jeder Einfahrt viel zu weit nach vorne und blockieren dabei den Veloweg. Die Sicht ist rundherum völlig frei, es gibt keine Hecken, Mauern oder sonstige Hindernisse, die den Blick verdecken würden – trotzdem rollen die Fahrzeuge immer bis direkt an die Strasse heran.

Für Velofahrende bedeutet das:
Man muss bei jeder einzelnen Einfahrt damit rechnen, dass ein Auto plötzlich auf den Veloweg zieht oder diesen komplett zustellt. Das macht die gesamte Strecke unnötig gefährlich und zwingt einen dazu, ständig abzubremsen oder auszuweichen. Ehrlich gesagt ist es aktuell sicherer, direkt auf der Strasse zu fahren, als den vorgesehenen Veloweg zu benutzen.

Vorschlag:
Bitte prüfen, ob man hier eine Verbesserung machen kann – z.B. durch ein Stoppschild, eine Markierung, eine kleine Ampel, oder irgendeine andere klare Regelung, die verhindert, dass Autos bis ganz nach vorne rollen und den Veloverkehr blockieren.

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Dieser Spot gilt als verbessert, sobald 3 weitere Personen ihn als verbessert markieren. Alternativ kannst du ein Beweisfoto hochladen.

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Offizielle Antwort
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Fahrzeuglenkenden müssen beim Einmünden in die Seetalstrasse den Zufussgehenden sowie den Velofahrenden den Vortritt gewähren. Sofern sich keine Zufussgehenden oder Velofahrenden nähern, dürfen die Fahrzeuglenkenden bis an die Fahrbahn vorfahren und dabei auf dem Rad- und Fussweg stehen. Rechtlich gesehen verhalten sie sich somit korrekt. Da auf der Seetalstrasse während der Abendspitzenstunde ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht, kommt es vor, dass Fahrzeuge auf dem Rad- und Fussweg länger warten müssen und den Radweg blockieren. Wenn währenddessen Velofahrende hinzukommen, ist deren Durchfahrt vorübergehend nur eingeschränkt möglich. Diese Situation ist uns bekannt. Leider lässt sie sich mit kurzfristig umsetzbaren Massnahmen derzeit nicht beheben.

Der Kanton Luzern erarbeitet derzeit jedoch ein Strassenprojekt für die Seetalstrasse, in dessen Rahmen der bestehende Rad- und Fussweg durch einen Radstreifen sowie ein separates Trottoir ersetzt werden soll. Mit der Umsetzung dieses Projekts wird das von Ihnen beschriebene Problem voraussichtlich gelöst. Weitere Informationen zur geplanten Neugestaltung der Seetalstrasse finden Sie unter: https://vif.lu.ch/kantonsstrassen/planung_studien/seetalstrasse_emmen_dorf/Ergebnis_BGK

3 Kommentare

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Emmen

17. Aug. 2026

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Fahrzeuglenkenden müssen beim Einmünden in die Seetalstrasse den Zufussgehenden sowie den Velofahrenden den Vortritt gewähren. Sofern sich keine Zufussgehenden oder Velofahrenden nähern, dürfen die Fahrzeuglenkenden bis an die Fahrbahn vorfahren und dabei auf dem Rad- und Fussweg stehen. Rechtlich gesehen verhalten sie sich somit korrekt. Da auf der Seetalstrasse während der Abendspitzenstunde ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht, kommt es vor, dass Fahrzeuge auf dem Rad- und Fussweg länger warten müssen und den Radweg blockieren. Wenn währenddessen Velofahrende hinzukommen, ist deren Durchfahrt vorübergehend nur eingeschränkt möglich. Diese Situation ist uns bekannt. Leider lässt sie sich mit kurzfristig umsetzbaren Massnahmen derzeit nicht beheben.

Der Kanton Luzern erarbeitet derzeit jedoch ein Strassenprojekt für die Seetalstrasse, in dessen Rahmen der bestehende Rad- und Fussweg durch einen Radstreifen sowie ein separates Trottoir ersetzt werden soll. Mit der Umsetzung dieses Projekts wird das von Ihnen beschriebene Problem voraussichtlich gelöst. Weitere Informationen zur geplanten Neugestaltung der Seetalstrasse finden Sie unter: https://vif.lu.ch/kantonsstrassen/planung_studien/seetalstrasse_emmen_dorf/Ergebnis_BGK

radtlos

17. Aug. 2026

Ein typisches Argument welches nicht berücksichtigt, dass gerade unerfahrene Velofahrende wie Kinder mit solchen Situationen berechtigerweise überfordert sind. Mag sein, dass sich die Autofahrenden rechtlich korrekt verhalten, wobei es kaum so sein dürfte, dass wenn Stau auf der Strasse ist, dann die Autos auf den Fussgängerweg und Veloweg vorfahren und dort "warten". Wie im Eintrag korrekt erwähnt ist es gerade das Problem, dass sehr viele sehr schnell auf den Velostreifen und Fussgängerweg vorfahren ohne wirklich zu schauen ob sie nicht gerade den Fussgänger:innen und Velos den Vortritt nehmen. Es wäre ohne Weiteres machbar, wie vorgeschlagen, ein Stop-Signal anzubringen.

Der Hinweis auf das aktuelle Strassenprojekt gibt ganz GROSSE Fragezeichen: Der Veloweg soll durch einen Velostreifen ersetzt werden? Ernsthaft? Wann endlich verstehen Personen in der Veloplanung, dass ein Velostreifen niemals die Sicherheit eines (baulich abgetrennten) Velowegs bietet? Und dann noch an einer Stelle, an welcher bereits ein baulich abgetrennter Veloweg vorhanden ist... Ziemlicher Rückschritt von Seiten des Kantons, welcher ja den Veloverkehr eigentlich fördern will... aber gut, dann können halt die Kinder noch weniger mit dem Velo gehen und noch weniger Personen steigen auf das Velo um. Vielleicht kann die Gemeinde Emmen hier ja noch intervenieren beim Kanton.

Oder handelt es sich um ein Missverständnis: Denn auf der Visualisierung des Strassenprojekts sind baulich abgetrennte Velowege ersichtlich. Hoffen wir stark, dass dem so bleiben und verbessert wird.

Bearbeitet: 17. Aug. 2026, 08:04:46

voltshift

17. Aug. 2026

Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung.
Das klingt alles sehr schön und gut – aber leider überhaupt nicht bezeichnend für die tatsächliche Situation vor Ort.

Man muss nicht einmal selber Fotos machen: Ein kurzer Blick auf Google Maps reicht, und man findet sofort mehrere Fahrzeuge, die exakt bis an den Rand der Fahrbahn vorfahren und dabei den gesamten Radweg blockieren. Das ist kein Einzelfall, sondern Standard. Jeder fährt nach vorne, egal ob jemand Vortritt hätte oder nicht.

Wenn man dort täglich mit dem Velo unterwegs ist, erlebt man diese Situation nicht einmal, sondern mehrfach auf der ganzen Strecke. Es wird schlicht nicht geschaut, ob Velofahrende kommen. Der MIV wird hier ganz klar bevorzugt – und das merkt man jeden Tag.

Man könnte problemlos ein Stoppschild setzen. Die Sicht ist überall frei, es gibt keinerlei Hindernisse. Trotzdem wird konsequent vorgefahren, teilweise sogar bis auf die Fahrbahn der Autos. Das Problem ist also nicht die Sicht, sondern das Verhalten.

Die geplante Umgestaltung ist sicher positiv – aber sie löst das Problem erst in einigen Jahren. Die aktuelle Situation bleibt bis dahin unverändert belastend für alle, die dort mit dem Velo unterwegs sind.