Abschussrampe für Velofahrerer

emu901 4. Aug. 2026

Trotz des Umbaus am Bucheggplatz und der eigentlich klaren Einfärbung der Velospur wurde ich an dieser Stelle fast von einem Lastwagen überfahren, der mich überholt hat und sich noch in westlicher Fahrtrichtung in die Bucheggstrasse reinquetschen wollte. Wenn ich nicht eine Notbremsung gemacht hätte, hätte man mich vermutlich von der Strasse abkratzen können. Falls das tatsächlich passiert, bitte für mich ein weisses Velo aufstellen.

Im Ernst: wir lernen, dass man sich als Velofahrer im Kreisverkehr in der Mitte einfädeln soll:
https://www.suva.ch/de-ch/praevention/freizeit/sicherheit-auf-dem-velo/velofahren-im-kreisel:
"Das Kreiselfahren gehört auf dem Velo zu den gefährlicheren Manövern. Darum ist es wichtig zu wissen, wie man richtig Kreisel fährt. Nimm beim Kreiselfahren immer den nötigen Platz ein und sei dir bewusst: Im Kreisverkehr darfst und sollst du in der Mitte der Fahrbahn fahren. So bist du gut sichtbar für die anderen Verkehrsteilnehmenden – das erhöht deine Sicherheit."

Wieso wird man am Bucheggplatz trotzdem separat auf einem Veloweg geführt, wo die Verkehrsführung nur dann sicher ist, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer korrekt verhalten? Eigentlich sollte eine Verkehrsführung stattfinden, welche Fehler verzeiht. Hier riskiere ich mein Leben, wenn motorisierte Lenker unaufmerksam oder einfach rücksichtslos sind.

Ich persönlich werde in Zukunft versuchen, den Bucheggplatz zu vermeiden, meine Gesundheit ist es mir wert. Und ich bin eigentlich ein eingefleischter Velofahrer, der sich nicht so leicht einschüchtern lässt.

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Das mit dem in der Mitte im Kreisel fahren ist nur möglich und hilfreich respektive überhaupt erlaubt wenn:
1. die Kreiselfahrbahn nicht zu breit ist und
2. es sich tatsächlich um einen Kreisel handelt.

Beides trifft am Bucheggplatz nicht zu.

Die Anpassung der Ausfahrt Bucheggstrasse im 2021 hat die Situation deutlich entschärft und seither ist der zuvor heftige Velounfallherd verschwunden. Aber gegen rücksichtslose *&ç%* jeglicher Couleur nützt höchstens eine separate LSA oder Barriere.

11 Kommentare

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logre

13. Aug. 2026

Wer die Veloinfrastruktub bei Bucheggplatz geplant hat, fährt kein Velo. Ich muss leider immer wieder da durchfahren, genau durch der hier markierten Stelle. Mir ist auch aufgefallen, dass es extrem gefährlich ist. Gefühlt biegt da jedes 2e mal ein Autofahrer vor mir ab. Ich liebe es, in der Stadt Zürich velo zu fahren! Solch ein tolles Adrenalinabenteuer! Danke @stadt <3

olgaundfritz

5. Aug. 2026

Wenn sich die Polizei endlich dem Problem annehmen würde und etwas für die Verkehrskultur in der Stadt unternehmen würde, wäre es ein sehr grosser Gewinn an Sicherheit und Entspannung.

Leider weigert sich die Polizei komplett bei diesem Problem etwas zu unternehmen. Ich habe eigentlich noch kaum mal eine Polizeistreife auf dem Velo gesehen, geschweige denn zu Fuss. Sie fahren sogar im Wald die Wanderwege hoch (und bleiben dann stecken bis der Abschleppwagen kommt) und vor 2 Tagen sah ich einen VW Bus durch die Fussgängerunterführung an der Langstrasse fahren. Komisch dass der Fokus der Polizei weder bei den Velos noch bei den Fussgängern liegt.

Gestern hatte ich auch wieder einen Konflikt mit einem Autofahrer der an einer Engstelle überholen wollte. Nötigung wegen nah Auffahren könnte ich jeden Tag anzeigen.

simulant

5. Aug. 2026

Einverstanden.

Ich bin mittlerweile für knallharte Repression beim MIV auch bei kleinsten Übertretungen (die schnell gefährlich oder tödlich enden), meinetwegen auch gegen Velos (bei Rotlicht, Fussgängerstreifen und was Licht angeht) - anders wird das nix in Züri.

Vielleicht kann man das in ein paar Jahren wieder zurückfahren, wenn der Level von Anstand und Umsicht auf dem Niveau von Helsinki oder Tokyo angekommen ist.

Dafür braucht es Personal, eine Verkehrspolizei, die den Namen verdient, Patrouillen auf Velos, Kontrollen, die nicht nur dort und dann passieren, wo es am reibungslosesten passt.

Anders ist der Wildweststimmung im Zürcher Verkehr nicht mehr bei zukommen, glaubt mir.

olgaundfritz

5. Aug. 2026

Ich bin nicht dagegen, auch Velos zu kontrollieren. Aber ich finde es immer noch einen Unterschied, ob man sich selber oder andere gefährdet. Bei den Autos macht man Sensibilisierungskampagnen, obwohl nach vielen Unfällen Fahrerflucht begangen wird.

hajdeni

5. Aug. 2026

Ich bin da bei simulant. Es brauct rigorose Kontrollen und empfindliche Sanktionen bei Regelbrüchen unabhängig davon ob Auto, Velo, Bus, Lastwagen oderFussgänger, anders wird das nicht mehr. Kann nicht sein, dass Neuzuzüger auf Velos denken, Rotlichter in Zürich hätten keine Bedeutung. Verkehr funktioniert dann am besten, wenn ich mich auf die Regeleinhaltung aller verlassen kann.

Bearbeitet: 5. Aug. 2026, 11:31:26

simulant

5. Aug. 2026

Und: Velos ohne Licht, über Rot und beim Brettern über Fussgängerstreifen gefährden auch andere.
Als mein Nachwuchs noch kleiner war, gab es zu Fuss mehr gefährliche Konflikte mit Velos als mit dem MIV in Züri. 🙄

Stadt Zürich

5. Aug. 2026

Das mit dem in der Mitte im Kreisel fahren ist nur möglich und hilfreich respektive überhaupt erlaubt wenn:
1. die Kreiselfahrbahn nicht zu breit ist und
2. es sich tatsächlich um einen Kreisel handelt.

Beides trifft am Bucheggplatz nicht zu.

Die Anpassung der Ausfahrt Bucheggstrasse im 2021 hat die Situation deutlich entschärft und seither ist der zuvor heftige Velounfallherd verschwunden. Aber gegen rücksichtslose *&ç%* jeglicher Couleur nützt höchstens eine separate LSA oder Barriere.

olgaundfritz

5. Aug. 2026

Ich finde die Roteinfärbung super und eigentlich baulich genügend Markiert.

Ich fände es super wenn in solchen Bereichen Kameras installiert werden könnten, so dass bei Unfällen oder Beinaheunfällen eine Anzeige gemacht werden könnte und Unfälle oder Vorsätzliche Gefährdung und Überfahren geahndet werden könnte.

gravelrider

5. Aug. 2026

Separate LSA fände ich an dieser Stelle vernünftig. Meistens ist es ja MIV, der bei Stau auf der Rosengarten über den Buchegg versucht abzukürzen. Dementsprechend sind die dann auch entsprechend schnell unterwegs.

jens

15. Aug. 2026

Ich wurde an dieser Stelle auch schon fast überfahren. - Wenn es kein Kreisel ist, dann bedeutet das, man muss als Velofahrer links abbiegen, dazu spure ich ein. - Interessant dazu: Ich habe eine Polizistin gefragt, woher Autofahrende wissen können, was ein roter Streifen bedeutet. Sie konnte mir das nicht beantworten. Dies erklärt, weshalb Autofahrende hier einfach geradeaus fahren, ohne zu blinken.
Jedenfalls fahre ich an dieser Stelle immer in der Mitte der Spur. Generell sollte man rote Bereiche als Velofahrer meiden.

simulant

5. Aug. 2026

Der Bucheggplatz ist echt frustrierend und leider immer noch sackgefährlich - auch die "neuen" Abzweigungen.

Die Ausfahrt in Richtung Hofwiesenstrasse funktioniert schon wie eine Schiessbude - wenn man nicht überholt und abgedrängt wird, steht dann mit Sicherheit eine Karre quer über dem Velostreifen.

Und die Ausfahrt in Richtung Bucheggplatz ist mörderisch. Wenn man nicht selbst in die PBL in Richtung Guggachstrasse einbiegt, wird man zu Freiwild.

Wie emu901 beschreibt: Die Zwangsneurose des MIV, alle Velos immer und in jeder Situation überholen zu müssen (und die damit einhergehende Fehleinschätzung des Geschwindigkeitsunterschieds und des Platzes) ist potentiell tödlich.

Jetzt wird der Rest des "Platzes" erst 2027 angepasst - wenn dann weitere 3-4 Kreiselausfahrten in diesem Stil geschaffen werden, kann man sich die Mühe sparen.