Kein Platz vor der Ampel
Hier stauen sich Autos oft lange. Bei SUVs oder Autos, die weit rechts stehen, hat man gar keinen Platz, um vorne zur Ampel zu gelangen. Entweder nimmt man das Trottoir oder muss zwei Ampelphasen abwarten & verliert 2Min.
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Offizielle Antwort
Ja, das ist leider so und wird sich frühestens dann ändern, wenn es in der Stadt Zürich so wenig MIV hat, dass es hier keinen separaten Linksabbieger mehr braucht.
Bei dieser Gelegenheit bitten gleich auch noch sehr, sehr, sehr darum, NICHT das Trottoir zu benutzen. Danke!
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12 Kommentare
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Konto erstellenStadt Zürich
11. Juni 2026
Ja, das ist leider so und wird sich frühestens dann ändern, wenn es in der Stadt Zürich so wenig MIV hat, dass es hier keinen separaten Linksabbieger mehr braucht.
Bei dieser Gelegenheit bitten gleich auch noch sehr, sehr, sehr darum, NICHT das Trottoir zu benutzen. Danke!
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simulant
11. Juni 2026
Hä, warum? Ist doch keine Kantonsstrasse?
Bitte keine Zurückhaltung an diesen Stellen. Den Bus könnte man doch sicher zur Not priorisieren oder eine Bus/Velospur einrichten.
Wenn die Stadt auf ihrem eigenen Einflussgebiet mit zuviel MIV argumentiert, kommen wir nie weiter.
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olgaundfritz
11. Juni 2026
Liebes Velo Express Team. Wäre es in diesem Fall vielleicht möglich eine Umgestaltung der Rotlichtanlage vorzunehmen? Rechtsabbiegen verbieten. Wer vom Goldbrunnenplatz her kommt, kann auch auf der Birmenstorferstrasse bleiben. Geradeaus und links-Abbiegen zusammenlegen, da dabei sowieso die ganze Seebahnstrasse blockiert ist. Und dafür Platz kriegen für einen anständigen Velostreifen.
Es kann im Fall gut sein, dass ich etwas dabei nicht bedacht habe. Aber so als Vorschlag fände ich es natürlich super.
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kamillo3000
11. Juni 2026
Genau WIN-WIN! Busspur und velospur, der ÖV kommt besser voran. JETZT ist Zeit bei allem wo kein Kanton im Spiel ist ordentlich einzugreifen. Woher diese Zurückhaltung?
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samuvelo
11. Juni 2026
Es ist zwar keine Kantonsstrasse, aber immerhin eine kom. Sammelstrasse. Dort hat der MIV m.E. durchaus seine Berechtigung. Das schliesst aber nicht aus, dass die Stadt bestehende Abbiegebeziehungen überprüfen und Anpassungen vornehmen könnte, wenn sie sinnvoll sind.
Und noch ein Gedanke zu "wird sich frühestens dann ändern, wenn es in der Stadt Zürich so wenig MIV hat":
Dafür braucht es m.E. sichere und attraktive Veloinfrastruktur – eine, die eben nicht nur die Mutigen aufs Velo bringt. Ich weiss, da werden euch von allen möglichen Seiten Stöcke in die Speichen geworfen. Und wir sehen ja auch all die Prozessschritte nicht. Für uns Velofahrende sind dann halt "nur" mal wieder ein neuer Velostreifen oder eine durch Einsprache auf unbestimmte Zeit verschobene Einbahn-Minimallösung für die VVR sichtbar. Und da wünscht man sich dann halt - wie Ursula Wyss zum Weltfahrradtag gepostet hat - etwas mehr Ambition, dort wo es möglich wäre. Sodass die MIV-Reduktion dann vielleicht wirklich mal tatsache wird.
Nachtrag nach dem Lesen von hajdenis Kommentar: Die Masterarbeit von Marc Vetterli kennt ihr ja bestimmt auch schon.
"Die Ergebnisse von Vetterli zeigen jedoch in eine andere Richtung. Weniger Kapazitäten sorgen nicht für mehr Stau – sondern für weniger, weil das Verkehrsaufkommen insgesamt abnimmt. Wird eine Spur für Autos gesperrt, verlagert sich der bestehende Autoverkehr nicht einfach auf die verbleibende Spur und die umliegenden Strassen. Stattdessen weichen die Menschen auf andere Verkehrsmittel aus oder passen ihren Arbeitsweg zeitlich an. Und ein Teil des Verkehrs scheint tatsächlich ganz zu «verschwinden»." (www.zentralplus.ch, Weniger Strassen führen zu weniger Stau – nicht umgekehrt)
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hajdeni
11. Juni 2026
Ergänzend zu samuvelo und dem Punkt, was zu weniger MIV in der Stadt führt:
Ein Angebot an Infrastruktur für den MIV schafft sich die Nachfrage nach MIV-Fahrbeziehungen (Stichwort Induzierte Nachfrage). Ein Abbau von Spuren und Fahrbeziehungen kann durchaus auch zu einem Fahrzeitgewinn und verbessertem Verkehrsfluss führen. Zumal wie die Vorredner schreiben auch für den ÖV ein besseres Angebot ermöglicht werden könnte.
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Stadt Zürich
11. Juni 2026
Zurzeit ist dieser Linksabbieger aus unserer Sicht nötig. Das wurde auch alles genau im Rahmen eines Unfallsanierungsprojekts überprüft.
Nötig ist er, weil es hier in Richtung Autobahn geht und genau dahin soll der MIV. Zudem heisst eine 30% Reduktion des MIV nicht zwingend, dass überall 30% reduziert wird. Auf gewissen Strassen wird ev. sogar noch mehr MIV verkehren als heute, damit die Quartiere konsequent entlastet werden können.
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samuvelo
11. Juni 2026
Für mich absolut verständlich und danke für die klaren und verständlichen Ausführungen . Aber eben genau bei eurem letzten Punkt (konsequente Entlastung vom quartierfremden Verkehr) wünschte ich mir dann eben noch etwas mehr Ambition resp. sichtbaren Erfolg (ihr kennt meinen Radius/Perimeter ;))
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zh2000
11. Juni 2026
Der Linksabbieger mag nötig sein, aber die Geradeausspur ist es nicht. Dort könnte man eine Bus/Velo-Spur markieren. Der MIV kann weiter über die Birmensdorferstrasse...
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Stadt Zürich
12. Juni 2026
@zh2000: Das ist richtig. Der geradeaus-MIV könnte auch über die Birmensdorferstrasse.
Aber wir haben auf dieser Route heute schon diverse Konfliktpunkte zwischen Velo und MIV:
- schwieriger Spurwechsel in der Kehlhofstrasse
- noch schwierigerer Spurwechsel auf der Schlossgasse
- der Abbieger bei der Birmensdorfer-/Schimmelstrasse ist auch nicht unproblematisch
- auf der Weiterführung der Birmensdorferstrasse trifft der Verkehr schliesslich auf die VVR aus der Morgartenstrasse
- schlussendlich kommt der Verkehr bei der Helvti an, wo die Situation für Velofahrende heute mässig toll ist. Gerade hier können wir zusätzlichen MIV aber nicht gebrauchen, wenn wir irgendwann einmal wie geplant die Velos auf der VVR mit einer eigenen Phase Richtung HB fahren lassen wollen.
Das ist nur eine husch-husch zusammengestellte Übersicht. Es gibt sicher Fehler darin, aber wahrscheinlich auch weitere Konfliktpunkte, die wir übersehen haben.
Fazit: Es ist leider selten so einfach, wie wir alle das gerne hätten und Massnahmen an einem Ort führen häufig zu Konsequenzen an diversen anderen Stellen.
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simulant
12. Juni 2026
@Stadt Zürich Danke für die Auflistung und die weiterführenden Gedanken. Die Transparenz hilft.
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amateur
12. Juni 2026
@zurich, Danke für die ausführliche Antwort, die mich allerdings nicht überzeugt.
Das läuft ja einmal mehr darauf hinaus, dass eine kommunale Achse geopfert wird (die Kalkbreitestrasse ist für den Veloverkehr nahezu unbrauchbar), damit eine kantonale Achse entlastet wird (und somit für Velos etwas weniger schlimm ist, wie Ihr Euch erhofft).
Der Kanton dankt für die geschenkte MIV-Bypass-Kapazität.
PS: Um die Ironie noch zu toppen: die parallel verlaufende kantonale Zweierstrasse ist deutlich velofreundlicher als die kommunale Kalkbreitestrasse.
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