Wird der Veloweg gern und viel genutzt, muss er weg

umweltliteratur 28. Mai 2026

Der kombinierte Fuss- und Veloweg am Greifensee entlang war ein Vorbild für gute Veloinfrastruktur und in Folge dessen sehr populär.

Offenbar zu populär, denn nun gibt es ein Schild, welches die Anpassung der Veloführung für einige hundert Meter signalisiert (vom Schild habe ich leider kein gutes Bild) und erwachsene Velofahrende auf eine durchaus viel befahrende Strasse bittet (Rückführung und Gabelung siehe Bild 1, 2 und 4).

Ich verstehe, dass hier schon lange eine Konfliktzone zwischen zu Fuss gehenden und Velofahrenden existiert. Das "langsam fahren" ist ja prominent genug auf dem Boden. Aber diesen Konflikt kann man doch besser auflösen, als mit der Schulter zu zucken und den Veloverkehr nun auf die gefährdende Strasse zu führen.

Statt dieser tiefgreifenden Überarbeitung mit neuen Verkehrsinseln, den Veloverkehr für wenige Meter auf die Strasse zu manövrieren und dann wieder zurück, hätte man auch einfach das Geld für echte Verbesserungen in die Hand nehmen können, damit die Fahrbahn verengen und den kombinierten Fuss- und Veloweg verbreitern (oder separieren).

Dass ein derart viel genutzter Veloweg eine solche Verschlimmbesserung erfährt, ist für mich null nachvollziehbar. Und weil es nun so absurd velofeindlich geführt ist, wird sich auch so gut wie niemand daran halten. Ganz besonders in die Gegenrichtung, auf welcher man nun zwei Mal die Strassenseite wechseln müsste. Komplett verbranntes Geld, um zu Fuss gehende und Velofahrende gegeneinander auszuspielen. 💸

Wurde dieser Spot verbessert?

Dieser Spot gilt als verbessert, sobald 3 weitere Personen ihn als verbessert markieren. Alternativ kannst du ein Beweisfoto hochladen.

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11 Kommentare

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daveking7

28. Juni 2026

Ich finde die Änderung tatsächlich grossartig. Man darf ja noch immer auf dem Rad-/Fussweg weiterfahren, hat nun allerdings die Möglichkeit, als Rennradfahrer bequem auf die Strasse auszuweichen, weil der Platz dort sehr eng ist. Gerade von Norden her kommen macht dies durchaus Sinn. Vom Süden her kommend bleibe ich nach wie vor lieber auf dem Veloweg.

umweltliteratur

28. Juni 2026

Es wär doch aber viel besser, wenn der Platz umverteilt und einem entsprechend breiten Fuss- und Veloweg zugeteilt würde, bei dem es dann keinen Konflikt mehr gibt. Und die Schilder suggerieren zumindest, dass man unerwünscht ist, egal was rechtlich nun erlaubt ist.

Bearbeitet: 28. Juni 2026, 21:16:22

ein velofahrer

14. Juni 2026

Bild 6+7 zeigt die neue Beschilderung

Während ich die Fotos gemacht hatte sah ich keine Velofahrer, die die Fahrbahn gewechselt hatten, alle fuhren gerade aus auf dem Veloweg.

Wer sollte sich auch das antun, den sicheren Veloweg zu verlassen und 2 Mal die Strassenseite zu wechseln.

Ich denke, dass es sich hier um eine "Empfehlung" handelt, deshalb warte ich mal ab bis echte Verkehrsschilder montiert sind. In umgekehrter Richtung könnte man eher auf der Strasse fahren da man die Strassenseite nicht 2 Mal wechseln muss.

Bearbeitet: 15. Juni 2026, 11:49:16

umweltliteratur

15. Juni 2026

Das Schild mit "Velo gestattet" ist bereits die offizielle neue Beschilderung, soweit ich das erkennen kann. Das bedeutet dann, dass zu Fuss gehende Vorrang haben.

ein velofahrer

15. Juni 2026

Bild 2 zeigt auch "Velo gestattet", hatte ich wohl übersehen als ich von der anderen Seite kam

umweltliteratur

15. Juni 2026

Was ich spannend finde ist, dass die Linienführung dann so überhaupt erlaubt ist.

ein velofahrer

29. Mai 2026

Kopfschüttel

Wenn man mit dem Velo unterwegs ist und jemand anderes (Velo, Fussgänger, MIV) eine gefährliche Situation verursacht, dann gibt es oft entsprechende Reaktionen wenn man nur den Kopf schüttelt.

amerillo

28. Mai 2026

Ich kenne die Gegend nicht, aber bei mir zu Hause ist etwas Ähnliches passiert (in einem Gebiet, in dem die Gemeinde den Radverkehr fördert). Die Begründung für diese Entscheidung lautete, dass einige Radfahrer zu schnell fuhren (vor allem E-Bikes mit 45 km/h und Rennradfahrer). Daher beschloss die Gemeinde, den Weg stattdessen als gemeinsamen Weg für Fußgänger und Radfahrer zu gestalten, und schnelle Radfahrer sollten die Straße benutzen.
Sie sagten jedoch, dass man auf einem gemeinsam genutzten Weg ohne Trennung keine Fahrradmarkierungen auf dem Weg selbst anbringen darf (nur Beschilderung) und dass der Hauptstrom der Fahrräder auf die Straße umgeleitet werden muss. Ich bin mir nicht sicher, ob dies auf ein Gesetz oder bestimmte Normen zurückzuführen ist oder vielleicht sogar nur auf vage Richtlinien des Kantons. So haben wir am Ende ein verwirrendes Durcheinander, und die gefährliche Option (die Straße) ist die Standardvariante, während die sichere Option (der Gehweg) nun optional und kaum sichtbar ist. Meiner Meinung nach sollte es umgekehrt sein, aber wie auch immer.

Ist das hier passiert? Wenn ja, denke ich, dass die Absicht nicht unbedingt schlecht war, da es ziemlich klar ist, dass E-Bikes mit 45 km/h und Rennradfahrer einfach zu gefährlich sind, um ohne physische Trennung mit Fußgängern vermischt zu werden, und dass sie in bebauten Gebieten auf der Straße fahren sollten (mit einer auf 50 km/h gesenkten Geschwindigkeitsbegrenzung).

Meiner Meinung nach sind hier die schlechten Vorschriften schuld, die die Straße zum Standard machen. Diese Vorschriften sind auch der Grund, warum niederländische Kreisverkehre mit Vorfahrt für Radfahrer *illegal* zu bauen sind, warum Radfahrer so oft Autos Vorfahrt gewähren müssen und warum von Radfahrern oft erwartet wird, sich im gemischten Verkehr wie Autos zu verhalten, obwohl sie eigentlich mehr Schutz haben sollten.

Das ist nur meine Meinung ^^

Bearbeitet: 28. Mai 2026, 22:03:02

amerillo

28. Mai 2026

Anmerkung: Ich habe ein maschinelles Übersetzungstool verwendet, das leider keine Schweizer Ausdrücke kennt. Es tut mir leid, falls dieser Text daher ein paar seltsame Sätze enthält, haha

anjonas

28. Mai 2026

Viele lassen sich leider tatsächlich dazu verleiten, zwei mal dei Strasse zu queren. Ich dachte mir erst seid ihr bescheuert, bis ich realisiert habe, dass das nun so vorgesehen ist.

zwitserfietser

28. Mai 2026

Für so einen Mist ist dann wieder Geld vorhanden? Null nachvollziehbar...