Rund um Löwenplatz

radtlos 24. Apr. 2026

Ein weiters Beispiel wie Velofahrende ziemlich schutzlos sind vor gravierenden Fahrfehlern: Der Car fuhr auf der Busspur völlig selbstverständlich, raste mit geschätzt 40km/h in die Bushaltestelle, erkannte erst dann, dass die “Spur” aufhört und zog ohne zu schauen links rüber und hat dabei die stehende Velofahrerin fast über den Haufen gefahren und musste dann fast eine Vollbremsung hinlegen weil er gleichzeitig viel zu spät erkannte, dass Rot ist. Das ganze beobachten konnte ich stehend an der Bushaltestelle.

Die Velofahrerin musste links in die Strasse ausweichen. Zum Glück hat das schwarze Auto die Situation erkannt und umgehend abgebremst und angehalten, ansonsten die Velofahrerin entweder oder vom Car oder Auto überfahren worden wäre. Vielen Dank der aufmerksamen Velofahrerin und Autofahrerin. Zum Glück ist die Velofahrerin mit einem grossen Schrecken davon gekommen. Weniger geübte Velofahrende hätten das wohl nicht geschafft.

Solche schmalen Velostreifen und sind keine Infrastruktur. Und wenn kein Platz da ist für Verbesserungen, dann max. 30km/h einführen (wobei dies weniger erfahrenn Velofahrenden wie Kinder auch kaum helfen würde).

Auf der anderen Seite des Löwenplatzes noch schlimmer mit einem noch schmaleren “Velostreifchen”, eingeklemmt zwischen Cars und Bussen.

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Die Situation zeigt, wie anspruchsvoll das Zusammenspiel aller Verkehrsteilnehmenden an diesem Ort ist. Bei wenig Platz und hoher Verkehrsbelastung entstehen schnell unübersichtliche und potenziell gefährliche Momente. Schmale Velostreifen neben grossen Fahrzeugen bieten dabei nur begrenzt Sicherheit, besonders für wenig geübte Velofahrende.
Auch wenn hier ein Fehlverhalten eine Rolle gespielt hat, wird deutlich, dass die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen kommt. Eine generelle Temporeduktion ist an dieser Stelle derzeit nicht vorgesehen. Der Kanton Luzern ist an der Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bereich Alpen- / Löwen- / Zürichstrasse, wobei auch die bestehende Situation rund um den Löwenplatz verbessert werden soll.

11 Kommentare

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radtlos

18. Sept. 2026

Zufällig das Foto auf der Homepage der Stadt Luzern entdeckt und hinzugefügt. Wenn solch zufällige Fotos immer und überall Gefährdungen von Velofahrenden aufzeigen, wäre es ENDLICH an der Zeit diese Stellen zu entschärfen.

Mal überlegen:

- Breitere Velostreifen als die jetzigen Velostreifchen
- Ausreichend breite Busspuren zur Sicherheit für Velo und Busfahrende
- Tempo 30
- Roteinfärbungen
- Durchgezogene Linien, damit endlich das Hin und Her unterbunden wird

samuvelo

18. Sept. 2026

Oder MIV Spurreduktion, denn vor dem Lichtsignal reicht auch eine. Wieso danach auf zwei und dann sogar auf drei verbreitert werden muss…?

radtlos

18. Sept. 2026

Kann ich dir zustimmen. Ich habe v.a. an Sofortmassnahmen gedacht. Langfristig wäre absolut ausreichend Platz für eine Busspur, eine Velospur (dort drauf müssen ja auch alle E-Trottis, langsame und schnelle E-Bikes, sonstige Trendfahrzeuge fahren) und eine MIV Spur.

samuvelo

18. Sept. 2026

Und ich hab nur an etwas mehr Mut bei den Sofortmassnahmen gedacht ;)

(Fände es wichtig, wenn die Städte nicht immer nur grad das kleinste Massnähmchen als Sofortmassnahme ins Auge fassen, sondern auch etwas wirksamere Massnahmen in die Sofortmassnahmenprüfung aufnehmen.)

radtlos

23. Juni 2026

https://www.nau.ch/ort/luzern/luzern-velofahrer-bei-kollision-mit-taxi-verletzt-67141350

Erneuter Unfall im Bereich der Löwenstrasse.

Keine Schuldzuweisungen, denn weder der Taxifahrer noch der Velofahrer dürften den Unfall gewollt haben. Aus den Nachrichten ist auch nicht klar, wo und weswegen sich der Unfall ereignet hat. Reine Feststellung eines erneuten Unfalls in diesem Gebiet, bei welchem leider wie üblich die schwächere Person im Verkehr (Velo) dem Auto unterlegen ist.

Um es für alle Verkehrsbeteiligten angenehmer zu machen sind deswegen Infrastrukturmassnahmen den rein farblichen Velostreifen vorzuziehen. Dann erreichen wir gemeinsam auch unsere Nachhaltigkeitsziele, indem viel mehr Personen aufs Velo umsteigen.

Warum macht man nicht Tempo 30, bis man ein Konzept erarbeitet hat? Die Situation ist ja ganz offentlichtlich gefährlich rund um den Löwenplatz/Zürichstrasse.

radtlos

26. Mai 2026

2018:
https://www.zentralplus.ch/news/bus-und-velospur-beim-loewenplatz-kanton-stellt-sich-quer-855121/
--> Die Stadt Luzern macht Vorschläge, der Kanton lehnt ab und will weitere Abklärungen treffen.

2021:
https://www.bote.ch/nachrichten/zentralschweiz/loewenplatz-streit-um-neue-bus-und-velospur-geht-weiter-art-1353329
--> Verweis auf die Zukunft, dass Besserungen frühestens 2023 zu erwarten seien.

2024:
https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/stadt-region-luzern/kombinierte-bus-velospuren-ld.2623379
--> vom Stadtrat Luzern wird Handeln gefordert; dieser verweist auf bereits vorhandene «umfangreiche strategische und konzeptionelle Planungsgrundlagen» sowie «konkrete Projekte in verschiedenen Planungsphasen» und darauf, dass die Kompetenz beim Kanton liege. Der Stadtrat will den Druck auf den Kanton erhöhen.

2026:
Velos werden von Autofahrern abgedrängt
--> Der Kanton Luzern verweist auf eine laufende Studie, die Anfang 2027 abgeschlossen wird.

Irgendwie scheint die Aussage des Kantons Luzern von 2018, wonach weitere Abklärungen getroffen werden wollten, nicht mit der Aussage von 2026 übereinzustimmen, wenn erst dann mit einer eventuellen Studie Anfang 2027 zu rechnen ist. Wenn bereits das Sammeln einer ausreichenden Datengrundlage fast 10 Jahre benötigt, habe ich so meine Zweifel ob es dem Kanton Luzern in Zusammenarbeit und unter Respektierung der Gemeinde Stadt Luzern so ernst ist, tatsächlich die Stadt Luzern für den Langsamverkehr attraktiv zu machen.

Bis zum Gegenteiligen Realbeweis bleibt es die aktuelle Situation: Die Menschen meiden das Fahrrad, weil die Alpenstrasse/Löwenplatz und dessen Umgebung zu gefährlich ist. So kann man weiterhin damit argumentieren, dass ja gar nicht mehr Velos unterwegs sind und deswegen eine Änderung der Infrastruktur nicht nötig sei. Pro Velo hat es schön aufgezeigt: Diejenigen, die schnell Velo fahren können, fahren bereits Fahrrad. Allen anderen wird diese Möglichkeit genommen. Gleiches gilt übrigens der Zürichstrasse, Luzernerhof, Schwanenplatz, Seebrücke, Bahnhofplatz und Zentralstrasse.

Keine Kritik an den Verkehrsplaner:innen des Kantons. Bei diesen haben wir grosses Vertrauen, da sie hoffentlich entsprechendes Fachwissen aus Studiengängen an ETH und Hochschulen mitbringen.

Die Kritik gilt den Entscheidträger:innen. Insbesondere wenn Leitungspersonen vor die Kamera stehen und bspw. die Gefährlichkeit der Seebrücke anerkennen und den Kindern mitteilen, dass bereits Ideen da sind.

Bleibt abermal eine kleine Hoffnung auf mindestens Sofortmassnahmen, bis vielleicht eine nachhaltige Veränderung erfolgt.

radtlos

13. Juni 2026

https://www.zentralplus.ch/verkehr-mobilitaet/luzerns-700-millionen-velonetz-das-sind-die-schwachstellen-2877692/

Kanton Luzern

5. Mai 2026

Die Situation zeigt, wie anspruchsvoll das Zusammenspiel aller Verkehrsteilnehmenden an diesem Ort ist. Bei wenig Platz und hoher Verkehrsbelastung entstehen schnell unübersichtliche und potenziell gefährliche Momente. Schmale Velostreifen neben grossen Fahrzeugen bieten dabei nur begrenzt Sicherheit, besonders für wenig geübte Velofahrende.
Auch wenn hier ein Fehlverhalten eine Rolle gespielt hat, wird deutlich, dass die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen kommt. Eine generelle Temporeduktion ist an dieser Stelle derzeit nicht vorgesehen. Der Kanton Luzern ist an der Erarbeitung eines Betriebs- und Gestaltungskonzepts im Bereich Alpen- / Löwen- / Zürichstrasse, wobei auch die bestehende Situation rund um den Löwenplatz verbessert werden soll.

radtlos

5. Mai 2026

Vielen Dank für die Antwort.

Es bräuchte möglicherweise auch nicht eine generelle Temporeduktion. Weiter vorne wo der Velostreifen breiter ist kann es 50km/h bleiben. Ob dies den Lärmvorschriften entspricht ist für die Velosicherheit nicht relevant.

Eine partielle Temporeduktion auf Höhe des Löwenplatzes könnte schon reichen, weil genügend gefährliche Manöver stattfinden mit Autos, einbiegenden Cars und herausscherenden VBL-Bussen. So wäre alles entspannter und weniger gefährlich.

Denkbar wäre vielleicht auch, dass die Strasse länger einspurig, nach dem ersten Fussgängerstreifen leicht links haltend geführt wird und sich nicht direkt nach dem ersten Fussgängerstreifen verzweigt. So könnte der Velostreifen als Sofortmassnahme zwischen Strasse und Bushaltestellte gleich breit wie vorne weitergeführt werden.

Langfristig eine komplette Umgestaltung, vielleicht die Möglichkeit eines baulich abgetrennten Velowegs, welcher hinter der Bushaltestellte durchgeführt wird, usw. sind sicher anzustrebende Möglichkeiten.

Per wann darf mit einem Ende des Gestaltungskonzepts gerechnet werden? Danach folgt direkt eine Baueingabe? Gibt es einen finalen zeitlichen Horizont?

radtlos

21. Sept. 2026

@Kanton Luzern: Gibt es noch eine Antwort auf die Fragen, wann mit Verbesserungen gerechnet werden darf?