Fehlende Veloinfrastruktur in Emmen
Auf fast der ganzen Länge der Gerliswilerstrasse und Neuenkirchstrasse fehlt Veloinfrastruktur.
Dies führt meiner Wahrnehmung nach zu einem massiven Sicherheitsdefizit, weil:
- Es sind 50er Zonen (und weiter hinten bei der Neuenkirchstrasse noch schneller). Zudem, warum auch immer, scheinen hier sehr viele sehr schnell zu fahren, unkontrolliert zu beschleunigen und oft sind es noch SUV
- Es hat sehr viel Verkehr und man wird sehr knapp überholt; vor allem beim Aufwärts fahren
- in allen Knotenpunkten (zB Kreisel) besteht eine hohe Gefahr übersehen zu werden oder man befindet sich auf einmal zwischen Fahrzeugen eingeklemmt (zB Verzweigung Sprengi)
- es hat viele parallel geführte Parkplätze, vor allem beim Abwärts fahren sehr gefährlich
- ab dem Bahnhof Emmenbrücke wusste ich nicht mehr ob ich auf einer Veloroute bin, habe ich die Schilder übersehen?
Gibt es, insbesondere für die Gerliswilerstrasse, langfristige Ideen wie dies weitergeht? Aktuell ist es alles andere als einladend dort mit dem Velo unterwegs zu sein.
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Uns ist bewusst, dass die Situation für Velofahrende auf dieser Achse heute anspruchsvoll ist. Hohe Verkehrsbelastung, Busverkehr, enge Platzverhältnisse sowie fehlende oder unterbrochene Veloinfrastruktur führen dazu, dass sich das Velofahren vielerorts wenig sicher und wenig attraktiv anfühlt. Die von Ihnen erwähnten Punkte wie knappe Überholmanöver, anspruchsvolle Knotenbereiche, Konflikte bei Kreiseln – insbesondere im Bereich Sonnenplatz – sowie Risiken entlang von Parkfeldern sind bekannte Schwachstellen.
Mit dem Umbau des unteren Abschnitts der Gerliswilstrasse konnten bereits erste Verbesserungen umgesetzt werden. Gleichzeitig ist klar, dass auf den weiteren Abschnitten weiterhin Handlungsbedarf besteht, deshalb werden weitere Projekte zur Verbesserung der Situation ausgearbeitet. Solche Infrastrukturprojekte benötigen aufgrund ihrer Komplexität viel Zeit. Der Kanton Luzern setzt sich jedoch laufend dafür ein, bestehende Schwachstellen zu verbessern.
7 Kommentare
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29. Juli 2026
https://polizeiticker.ch/artikel/emmen-lu-velofahrerin-bei-unfall-lebensbedrohlich-verletzt-284244#google_vignette
--> Gerliswilerstrasse 53
Genau dort, wo die bekannten Schwachstelle ist.
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radtlos
29. Juli 2026
https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/kanton-luzern/emmen-velofahrerin-prallt-gegen-autotuer-und-verletzt-sich-lebensbedrohlich-ld.4209615
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Kanton Luzern
7. Mai 2026
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Die von Ihnen geschilderten Erfahrungen auf der Gerliswilstrasse und der Neuenkirchstrasse decken sich weitgehend mit den Erkenntnissen des Kantons.
Uns ist bewusst, dass die Situation für Velofahrende auf dieser Achse heute anspruchsvoll ist. Hohe Verkehrsbelastung, Busverkehr, enge Platzverhältnisse sowie fehlende oder unterbrochene Veloinfrastruktur führen dazu, dass sich das Velofahren vielerorts wenig sicher und wenig attraktiv anfühlt. Die von Ihnen erwähnten Punkte wie knappe Überholmanöver, anspruchsvolle Knotenbereiche, Konflikte bei Kreiseln – insbesondere im Bereich Sonnenplatz – sowie Risiken entlang von Parkfeldern sind bekannte Schwachstellen.
Mit dem Umbau des unteren Abschnitts der Gerliswilstrasse konnten bereits erste Verbesserungen umgesetzt werden. Gleichzeitig ist klar, dass auf den weiteren Abschnitten weiterhin Handlungsbedarf besteht, deshalb werden weitere Projekte zur Verbesserung der Situation ausgearbeitet. Solche Infrastrukturprojekte benötigen aufgrund ihrer Komplexität viel Zeit. Der Kanton Luzern setzt sich jedoch laufend dafür ein, bestehende Schwachstellen zu verbessern.
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radtlos
29. Juli 2026
https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/kanton-luzern/emmen-velofahrerin-prallt-gegen-autotuer-und-verletzt-sich-lebensbedrohlich-ld.4209615
"Die von Ihnen erwähnten Punkte wie KNAPPE ÜBERHOLMANÄVER, anspruchsvolle Knotenbereiche, Konflikte bei Kreiseln – insbesondere im Bereich Sonnenplatz – sowie RISIKEN ENTLANG VON PARKFELDERN sind BEKANNTE SCHWACHSTELLEN."
Nun es ist passiert. Die Strecke ist nicht anspruchsvoll, sondern gefährlich. Eine Velofahrerin wurde lebensbedrohlich verletzt. Tragischerweise nicht nur wegen der sich öffnenden Tür vom parkierten Auto (die Stelle ist sehr bekannt für die Dooring-Unfälle), sondern auch noch weil sie auf die Fahrbahn geschleudert und gerade gleichzeitig ein Auto zu knapp überholte. Die Geschwindigkeiten Gerliswilerstrasse abwärts sind bei einer solch schlechten oder fehlenden Veloinfrastruktur eine Zumutbarkeit.
Ja, Bauprojekte sind komplex. Aber Parkplätze aufheben bei Dooring-Situationen oder mindestens markierte Abstände mit gleichzeitigem Abstand zur Strasse drüften erwartet werden.
Und jetzt werden doch noch Sofortmassnahmen geprüft? Was sagt man der Velofahrerin? Wie hätte sie denn fahren sollen, damit sie nicht mit voller Wucht in eine sich unerwartet öffnende Autotür prallt? Mit mehr Abstand zu den parkierten Autos, also mehr in Richtung Strasse wo mit 50km/h und mehr von hinten aufgefahren wird?
Solche Kommentare sollen nicht einzelne Mitarbeitende hier blossstellen, welche immerhin und netterweise von Seiten Kanton Stellung nehmen. Aber es soll bewirken, dass sich irgendwer verantwortlich fühlt und nicht immer auf nicht kommende Sofortmassnahmen und lange Verfahren verwiesen wird.
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hajdeni
29. Juli 2026
@Kanton Luzern: Parkplatzabbau um Dooring zu verhindern ist kurzfristig umsetzbar.
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veloflitz
29. Juli 2026
Einfach traurig, diese wissentliche Untätigkeit des Kantons...
Velofahrende gelten anscheinend als Verkehrsteilnehmende zweiter Klasse. Obwohl wir genau so Steuer zahlen, wie alle anderen.
Und ja, die einzelnen Mitarbeitenden des Kantons sind nicht die Zielscheibe. Die Untätigkeit ist politisch gewollt.
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velofeedback
25. Apr. 2026
Es tut sich etwas positives: https://vif.lu.ch/kantonsstrassen/planung_studien/Gerliswilstrasse
Das dürfte ein grosser Mehrwert sein für die dort wohnhafte Bevölkerung und ist zwingend nötig im Sinne der angenommenen Stossrichtungen Rund um Langsamverkehr und Klima.
Fraglich bleibt für mich, weshalb bei einem so grossen Umbauprojekt nicht gleich die Chance genutzt wird, einen baulich abgetrennten Veloweg zu realisieren - zumindest Hangaufwärts. Lastenvelos, Kinderanhänger, usw. werden zunehmen und die Gerliswilerstrasse ist bekannt für doch einigen Lastwagenverkehr. Auch wenn grundsätzlich mit genügend Abstand zu überholen wäre, ist die Realität eine andere. Bleibt es bei Farbe auf dem Boden, lädt es auch bei einen "neuen" Velostreifen nicht ein, diese Strasse hochzufahren, wenn nicht ein Minimum an baulich abgetrennter Infrastruktur vorhanden ist.
Vielleicht besteht in der aktuellen Projektphase noch die Chance, solche Wünsche von uns zu berücksichtigen :)
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