Velostreifen löst sich auf

lululu 20. Jan. 2026

Der Velostreifen vor dem Bahnhof endet und führt ins Nichts. Die Verkehrsführung ist dadurch unklar und verwirrend – sowohl für Autofahrende als auch für Velofahrende.
Autofahrende überholen Velofahrende häufig ohne Abstand, insbesondere wenn diese am rechten Fahrbahnrand fahren. Fahren Velofahrende aus Sicherheitsgründen mittig auf der Fahrbahn, werden sie angehupt.
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Vielen Dank für den Eintrag. Aufgrund der Platzverhältnisse und der Spurbreiten ist ein zusätzlicher Radstreifen in Richtung Zentralstrasse leider derzeit nicht realisierbar. Für die Fahrt in Richtung z.B. Bundesplatz resp. in die Neustadt eignet sich der Weg über die Bahnhofstrasse, Seidenhofstrasse, Morgartenstrasse.

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Kanton Luzern

3. März 2026

Vielen Dank für den Eintrag. Aufgrund der Platzverhältnisse und der Spurbreiten ist ein zusätzlicher Radstreifen in Richtung Zentralstrasse leider derzeit nicht realisierbar. Für die Fahrt in Richtung z.B. Bundesplatz resp. in die Neustadt eignet sich der Weg über die Bahnhofstrasse, Seidenhofstrasse, Morgartenstrasse.

Gelöschter Account

Mit anderen Worten:

- Die Aussagen von Seiten Kanton Luzern von Abteilungsleiter Mobilität Herrn Rösch betreffend der Anerkennung der sauren Zitrone vom Kinderparlament Luzern waren leere Worte. Verändert wird nichts im Bereich Seebrücke / Bahnhofplatz. Die Kinder werden nicht ernstgenommen. https://www.luzernerzeitung.ch/zentralschweiz/stadt-region-luzern/kinderparlament-luzern-vergibt-schmaehpreis-saure-zitrone-an-den-kanton-luzern-ld.4082451


- Wenn es kein "Platz" hat, bleibt die jahrzentelange Entwicklung, wonach das Auto überall seinen Platz hat bei und anerkennt nicht, dass sich der Verkehr immer je mehr diversifiziert. Die schwächeren Verkehrsteilnehmenden dafür bleiben den immer breiter werdenden Autos schutzlos ausgeliefert. Es ist fraglich, ob es tatsächlich nicht genügend Platz hätte (siehe zum Beispiel der in dem Fall ebenso eigentlich nicht mögliche markierte Haltestreifen bei der Bushaltestelle Schwanenplatz). Man nennt dies auch der Auto-Bias: Verkehrsraum wird nur aus Sicht des Autos gedacht. Ob dies den Verkehr weg vom Auto tatsächlich fördert und der Kanton wirklich seine Klima- und Velostrategie verfolgen will, soll an dieser Stelle gar nicht angesprochen werden.

Ja es ist unfair, wenn der Kanton Luzern eine Stellungnahme abgibt, und sogleich von uns hinterfragt wird. Sicher versucht die verantwortliche Person hier alles zu tun, um den Langsamverkehr für ALLE sicherer zu machen.

Ernsthaft gemeinte Rückfragen, um einen sachlichen Diskurs zu fördern:

- Was ist mit Sofortmassnahmen wie beispielsweise den Velopiktogrammen? Der Kanton Luzern hat angegeben, dies prüfen zu wollen.

- Weshalb nicht alle Spuren etwas verengen und dafür ein Fahrradstreifen aufmalen? Allenfalls auch gleich die Chance der neuen Durchmesserlinien nutzen.

- Wie sind die Aussagen von Herrn Rösch im Tele 1 Bericht zu verstehen? Welche Massnahmen laufen und mit was darf gerechnet werden? Zeitplan?

- Der Kanton schreibt es soll die "Ausweichroute" über die Bahnhofstrasse, Seidenhofstrasse und Morgartenstrasse genommen werden. Gibt es Bestrebungen vor allem die Querung der Pilatusstrasse deutlich zu verbessern?

- Was ist die Idee, wenn Richtung die neue Veloumfahrung Bundesplatz gefahren werden soll? Verkehrsteilnehmende (Scooter, E-Roller, Velo, Trottinett, Auto, Lieferwagen, Lastwagen, usw.) sind in ihrem Verhalten ähnlich. Es wird die kürzeste Route gewählt. Es dürfte kaum realistisch sein, dass die Personen von der Seebrücke her kommend auf die Bahnhofstrasse ausweichen und diese ganze Umfahrung nehmen sollten, wenn sie eigentlich auf direktem Weg in Richtung Capitol wollen, für die neu kommende Umfahrung Bundesplatz. Es kann jetzt also auf Umfahrungen hingewiesen werden oder endlich konkrete Bestrebungen angegangen werden, wie die Querung Seebrücke - Bahnhofplatz - Capitol attraktiv gestaltet werden kann. Ansonsten bleibt es utopisch, dass es eine Infrastruktur für alle ist.

radtlos

13. Juni 2026

Es wird extra eine Umfahrung Bundesplatz gebaut. Und nun stellt sich der Kanton Luzern auf den Standpunkt, man solle von der Seebrücke her kommend nicht über den Bahnhofplatz fahren? Sondern Richtung Luzerner Theater? Und wie komme ich von da dann in Richtung Neustadt? Gibt es eine sinnvolle Querung (für alle von 8-80 Jahre)? Und wie dann weiter? Doch wieder den Bundesplatz so halb queren?

Es ist utopisch zu denken, dass Velofahrende den Bahnhofplatz meiden und eine riesen Umfahrung wählen.

Um es in den Worte von FDP-Politiker Mark Buchecker zu sagen:
"Umgangssprachlich ist der als Mittelstreifen geführte Velostreifen der sogenannte Todesstreifen. Schön ist aber festzustellen, dass es in Sachen Veloförderung in der Stadt Luzern keinen parteipolitischen eisernen Vorhang gibt. Die Stadt tut sehr viel, aber manchmal mit einem nicht ganz kompletten Werkzeugkasten. Durchgehende Velohauptrouten sind, wie dem ETH-Bericht «ETH E-Bike City» zu entnehmen ist,
essenziell. (...). Das Wissen um die natürliche Verhaltensweise von Velofahrenden hat in der Stadt Luzern noch nicht ganz Einzug gehalten."

Um es inden Worten von SP-Politker Daniel Gähwiler zu sagen:
Wenn ein Auto einem Velo in die Quere kommt, ist das gefährlich oder sogar tödlich. Die Stadt Luzern hat die zweithöchste Unfallquote der Einwohnerinnen und Einwohner aller Schweizer Städte. Das hat nichts oder wenig damit zu tun, wie sich die Menschen im Strassenverkehr verhalten, sondern es liegt an der ungenügenden Infrastruktur. Eigentlich gilt der Grundsatz, dass die Veloinfrastruktur in der Stadt Luzern für alle zugänglich sein soll, von 8 bis 88 Jahren. Das ist aber in dem Gebiet, von dem hier
gesprochen wird – um Bahnhof, Seebrücke und Schwanenplatz – nicht der Fall. Niemand würde mit seinen 8-jährigen Kindern dort entlangfahren. Niemand fährt dort mit einem guten Gewissen, wenn der Anhänger am Velo hängt oder wenn man die Kinder hinten auf dem Transportvelo hat. Trotzdem ist es der Weg, den viele mit der Familie, mit den Kindern nehmen müssen. Und kaum hat man die Seebrücke überquert, Marco Müller sagte es, ist man in der Kurve des Schwanenplatzes, wo die Breite der Spur nicht mehr reicht. Die Autos kommen von hinten und können einen nicht mehr überholen – weder mit dem normalen Velo oder mit dem Veloanhänger noch mit dem Transportvelo, auf dem hinten Kinder sitzen. Angesichts der traurigen Beispiele von fehlender Verkehrssicherheit im Jahr 2025 ist es für den Sprechenden vollkommen unangebracht, wenn man die Diskussion zu diesem Vorstoss für eine Stimmungsmache gegen Velofahrerinnen und Velofahrer missbraucht."

Quellen:

https://www.stadtluzern.ch/_docn/6905515/Protokoll_19_Grosser_Stadtrat_vom_18._Dezember_2025.pdf

https://www.zentralplus.ch/verkehr-mobilitaet/todesstreifen-quetscht-velos-zwischen-lkw-und-20-toennern-2791139/

Gelöschter Account

Ich werde regelmässig angehupt und fast über den Haufen gefahren, weil ich aus Sicherheitsgründen aufgrund der fehlenden Veloinfrastruktur im rechten Fahrbahndrittel fahre. Der Witz dabei: Einige Meter weiter vorne steht dasselbe Auto dann auf dem rot markierten “Velostreifen” auf welchem die Velofahrenden so oder anders von beiden Seiten fast überfahren werden.

Vielleicht irgendwann in den 2040er-Jahren, wenn dann der Durchgangsbahnhof vielleicht fertiggestellt wurde, zeichnet der Kanton Luzern mit gelber Farbe einen neuen Velostreifen auf die Strasse. Leider muss man davon ausgehen, dass sich mit dem aktuellen Parlament/Regierung auf den Kantonsstrassen in der Stadt Luzern vorläufig nichts verbessern wird in Sachen Veloinfrastruktur.