Die Polizei, dein Freund und Helfer

lezurex 17. Dez. 2025

Heute Morgen blockierte ein Coop@Home Lieferfahrzeug den Veloweg auf der Zweierstrasse. Selbstverständlich quer darüber. Nach einer halben Minute Wartezeit, kam zufällig eine Polizei-Assistenz vorbeigefahren, diesmal wurde sogar auf mein Zuwinken reagiert und er hielt an.

Ich habe gefragt, ob er denn bitte was tun könne. Die Antwort war nein, sie hätten gerade einen Auftrag (gut, kann ja sein). "Aber gehen Sie doch schnell über die Strasse." Ich habe gesagt, das wäre viel zu gefährlich, es handle sich schliesslich um eine Einbahnstrasse und dank des Lieferwagens sähe ich ja nichts. "Jetzt können wir leider nichts machen, wir haben einen Auftrag." Dann ist er weitergefahren.

Der Lieferwagen-Fahrer war mittlerweile wieder hier. Ich habe ihm gesagt, er soll sich doch wenigstens gerade hinstellen. Das ginge nicht, er müsse SO hinfahren. Komisch, ich sehe sehr oft wie ganz viele andere Fahrer dies besser hinbekommen. Auch er hat erwähnt, ich solle doch einfach über die Strasse ausweichen.

Was mich an der Szene besonders stutzig macht, ist, dass die Polizei mir empfiehlt, blind in den Gegenverkehr zu fahren. Echt schade, und bedenklich. Und auch hier: es fehlen Lieferzonen. https://www.bikeable.ch/spots/13330

Wurde dieser Spot verbessert?

Dieser Spot gilt als verbessert, sobald 3 weitere Personen ihn als verbessert markieren. Alternativ kannst du ein Beweisfoto hochladen.

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10 Kommentare

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hajdeni

18. Dez. 2025

Ich melde mich jeweils via Feedbackformular bei der Stadtpolizei. Wenn dann keine Einsicht kommt, dann gerne auch bei der Ombudsstelle.

simulant

17. Dez. 2025

Vergesst es, leider. Die Stadtpolizei ist nicht auf der Seite der Velos.

Schlimmer noch: Es besteht keinerlei Bewusstsein für die permanenten Übertretungen des MIV, die Velos behindern oder gefährden. Null. Sie haben's nicht mal auf dem Schirm.

Ich verstehe, dass die regulären Streifen anderes zu tun haben - aber die Assistenz (die Verkehrspolizei der Stadt?) schert sich auch überhaupt nicht darum. Genauso wenig wie Fahrer*innen des Tiefbauamts oder andere städtische Angestellte, die in ihrem Stadtverkehrsverhalten offenbar nicht mal geschult oder darauf sensibilisiert werden, wie auf Velos Rücksicht genommen werden kann und sollte.

Wie immer eine Frage der Kultur und Kommunikation und die beginnt auch in der Stadt ganz oben.

Bearbeitet: 17. Dez. 2025, 19:08:05

zwitserfietser

17. Dez. 2025

Autrag nicht erfüllt würde ich sagen. In der Privatwirtschaft hätte das Konsequenzen...

brummbaer

17. Dez. 2025

Das hat auch dort keine Konsequenzen siehe CS etc.
Das müsst eigentlich bei den Wahlen Konsquenzen haben, nur die alternative ist nicht wirklich besser.

zwitserfietser

17. Dez. 2025

@Brummbaer Natürlich nur beim Fussvolk, nicht bei den Top-Managern.

Ein grundsätzliches Problem: Lastenrad in der Werbung, in der Realität wird mit dem LKW geliefert. Die Arbeitsbedingungen der Chauffeure sind hart und zeitnah geliefert kann nur dank der verkehrsberuhigten Strassen. Die Kleinlastwagen wie oben bezahlen zudem keine LSVA. EAT punkte ebenso damit, schnell und emissionsfrei mit dem Velo oder E-Scooter zu liefern. Des öftern wird auch mit dem Auto transportiert. Die Hobbi-Spediteure sind als solche nicht erkennbar. Dreist das.

markus.miu.mueller

17. Dez. 2025

Liebe/r lezurex
vor einigen Tagen in Bern: Polizei blockiert zur Fahrzeugkontrolle den Radstreifen. Hinweis auf mein Reklamieren hin: Ich solle doch das Trottoir benützen.
Wir lernen: Polizei setzt die geltende Gesellschaftsordnung durch, und die ist Auto-normativ.

Bearbeitet: 17. Dez. 2025, 18:06:31

zwitserfietser

17. Dez. 2025

Die Polizei soll gefälligst ihren Job machen

hajdeni

17. Dez. 2025

Ich fände es hilfreich, wenn solche offensichtlichen Vergehen online angezeigt werden könnten, so wie ein Diebstahl.

leschirmeur

30. Dez. 2025

Ich würde auch gerne die ganzen Vergehen von Velofahrern online anzeigen…