Gefährlicher Gegenverkehr

oliphono 14. Dez. 2025


Meine Korrespondenz mit der Stadt Zürich:

Beschreibung
16:42, 3. Oktober 2025
Grüezi, Wenn man als velotahrer:in auf der Zypressenstrasse Richtung Friedhof sihlfeld fährt, wird man von entgegenkommenden, linksabbiegendenden Autofahrer:innen regelmässig übersehen. Sie rechnen einfach nicht mit Gegenverkehr, da sie ja vermeintlich grün haben.
Ich bin wirklich schon ein paar mal fast über den Haufen gefahren und dann auch noch beschimpft worden. Mögliche Lösung: ein gelbes Blinklicht auf der Gegenseite, damit sie mit Gegenverkehr rechnen. Danke!
Antwort
14:39, 10. Dezember 2025
Guten Tag Besten Dank für Ihre Nachricht. Da die Lichtsignale an diesem Knoten keine Abbiegepfeile enthalten, ist ein gelbes Warnblinklicht gemäss Art.
68 Abs. 2 SSV nicht vorgesehen. Bei Grün ohne Pfeile müssen abbiegende Fahrzeuge dem Gegenverkehr sowie den zu Fuss Gehenden stets den Vortritt gewähren. Dass Sie trotz Vortrittsrecht gefährliche Situationen erleben und sogar beschimpft werden, ist sehr bedauerlich. Leider lässt sich mit dem bestehenden Knotenlayout und der aktuellen Gesetzesgrundlage keine einfache zusätzliche Massnahme umsetzen. Wir danken Ihnen für Ihren Hinweis und Verständnis.

Dieser Spot wurde in der Zwischenzeit verbessert.

Offizielle Antwort
Hier wird es im Frühling noch einige Veränderungen geben.

15 Kommentare

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hajdeni

10. Juli 2026

Velosack und Velovorgrün entschärft die Situation

Stadt Zürich

15. Dez. 2025

Hier wird es im Frühling noch einige Veränderungen geben.

oliphono

14. Dez. 2025

Richtig peinlich finde ich auch, dass sie für diese Antwort mehr als 2Monate gebraucht haben…..

amateur

14. Dez. 2025

Typisches gefährliches Kreuzungs-Design. Als Symptombekämpfung würde hier Velosack + Velo-Vorgrün einiges bringen.

Auf keinen Fall ein früheres Grün als die Gegenrichtung, denn die Velofahrer aus Richtung Friedhof Sihlfeld haben genau dasselbe Problem.

tsüri_style

14. Dez. 2025

Laut der Stadt kommt auf der ggü liegenden Seite noch ein Velosack hin, das dürfte, wenn Radfahrende da sind die Situation sicher (hoffentlich) auch noch etwas entschärfen, da so der MIV nicht einfach auf die Kreuzung preschen kann… aber ja, hab hier schon einiges erlebt, das „beste“ war, dass ich vom Friedhof her, linksabiegend, rechts(!) von einem Autofahrer, ebenfalls linksabiegend, überholt wurde…
Edit: ganz vergessen, dass ich zu dieser Seite ja auch schon einen Spot gemacht hatte… kommt da noch was?
Edit 2: hier noch die quelle zur aussage der Stadt: RABR who?

Bearbeitet: 14. Dez. 2025, 19:11:59

zwitserfietser

14. Dez. 2025

Es scheint beim MIV grosse Wissenslücken zu den Verkehrsregeln zu geben. Vielleicht müsste man auch da mal ansetzen *hust* Leo Sicuro *hust*. Ich bin mittlerweile echt dafür, dass alle die am Strassenverkehr teilnehmen (auch Velofahrer) mindestens alle 10 Jahre die Theorieprüfung ablegen müssen.

erdbeertorte

14. Dez. 2025

Kenne die Stelle nicht persönlich, aber hat man bereits eine verzögerte Ampelschaltung (= in Richtung Friedhof Sihlfeld bekommt man früher grün als in der Gegenrichtung)?

Hier war die Ausgangslage mutmasslich ähnlich. Mit der Anpassung der LSA nicht perfekt, aber viel besser.
Vortritts-Missachtungen

tsüri_style

14. Dez. 2025

Beideitig Vorgrün installieren und gut is.

samuvelo

14. Dez. 2025

Erlebe solche Situationen regelmässig und ärgere mich auch. Allerdings finde ich, dass die Stadt und ihre Planer:innen wenig für das Fehlverhalten der Motorisierten können.
Deshalb aber um so wichtiger:
- wir brauchen Strassen explizit für den Veloverkehr, wo man von solchen Situationen geschützt wird (#richtigeVVR)
- wir brauchen dringend mehr Sensibilisierung, dass das Velo ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel ist
- den Motorisierten sollten (durch Kampagnen/im Fahrunterricht) ihre Pflichten gegenüber anderen und insbesondere schwächeren Verkehrsteilnehmenden bewusst gemacht werden
- die Motorisierten sollten merken, dass sie auch davon profitieren, wenn man das Velo fördert und wir nicht mit ihnen um den Platz streiten müssen oder gar zusätzlich Stau produzieren
- die Gemeindestrassen zwingend vom regionalen Verkehr befreien damit solche Situationen weniger geschehen - da die Quartierbewohner:innen ihre Kreuzungen normalerweise bald kennen; nicht T30 sorgt für quartierfremden Verkehr in den Quartieren (abseits der Kantonsstrassen) sondern die Navis.

Bearbeitet: 14. Dez. 2025, 18:29:13

pinkisdead

14. Dez. 2025

Stadt Zürich Standardantwort: Ja, wir wissen, dass die Situation sehr schlecht ist, wir wollen aber im Moment nicht wirklich etwas machen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

brummbaer

14. Dez. 2025

Was sollen sie den machen. Das ist eine normale Standart Kreuzung wie es sie xfach in der Schweiz gibt. Haben wir in Zürich wirklich dümmere Autofahrer oder stimmt es Vielleicht doch wenn die Abkürzung ZH für Zuwenig Hirn steht. Oder für die Pendler aus dem Westen AG Achtung Gefahrt.
Das passiert übrigens auch Autofahrer, hab das letzhin als Beifaher erlebt, das einer auch meinem Kollegen vors Auto abgebogen ist. Mit der Antwort ich hatte Grün.
Da würde nur sowas helfen "Ich bin mittlerweile echt dafür, dass alle die am Strassenverkehr teilnehmen (auch Velofahrer) mindestens alle 10 Jahre die Theorieprüfung ablegen müssen."

Bearbeitet: 15. Dez. 2025, 12:16:30

pinkisdead

14. Dez. 2025

Ich habe zwei Fotos hinzugefügt. So wird es in anderen Ländern gehandhabt. Ausreden gibt es viele, sie sind jedoch stets der einfachste Weg. Es gibt immer Möglichkeiten, mit solchen Situationen umzugehen, sofern der entsprechende Wille vorhanden ist.

amateur

14. Dez. 2025

Wie gesagt, Velosack und Vorgrün! Und/oder holländische Kreuzungsdesigns verwenden, aber das ist in der Schweiz leider Utopie.

Wenn man anfängt, elementare Verkehrsregeln durch Signale in Erinnerung zu rufen, werden die Verkehrsteilnehmer einfach noch dümmer. Das geschilderte Problem betrifft auch MIV vs. MIV. Es lenkt einfach nur ab.

Stadt Zürich

15. Dez. 2025

@pinkisdead: Uns käme auf die Schnelle kein englischsprachiges Land in den Sinn, welches in Sachen Verkehrssicherheit besser dastünde als die Schweiz.
Zuallerletzt die USA, wo das Foto 3 wohl herkommt. Die USA sind eins der sehr wenigen OECD-Länder, in dem in den letzten Jahren die - eh schon mässige - Verkehrssicherheit abgenommen hat.
In dem Sinn: Nein danke.

Abgesehen davon dürfen wir in Zürich nicht einfach neue Signale erfinden. Dafür ist der Bund, konkret das Bundesamt für Strassen Astra, zuständig.

Bearbeitet: 15. Dez. 2025, 10:55:49

pinkisdead

15. Dez. 2025

Liebe Stadt,

vielleicht wäre ein etwas offenerer Mindset von Vorteil. Ja, die USA sind, wie sie sind, und ich selbst bin kein grosser USA-Fan. Das heisst aber nicht, dass es dort nichts Gutes gibt, das man so pauschal verwerfen sollte. Auch in den USA gibt es Städte wie Portland, Minneapolis oder New York, die seit langer Zeit eine gut etablierte Velokultur haben.

Was das Schild selbst betrifft, bin ich ebenfalls kein Fan davon, solche Signale überall in der Stadt aufzuhängen. An einigen wenigen, gezielt ausgewählten Stellen, an denen es sehr häufig zu Linksabbiegemanövern des MIV kommt, wäre dies jedoch meiner Ansicht nach nicht per se verkehrt.

Bezogen auf den zusätzlichen orange blinkenden Pfeil an der Ampel: Solche Lösungen existieren auch in europäischen Städten, und ich persönlich sehe darin nichts Problematisches.

Selbstverständlich ist mir bewusst, dass die Stadt Zürich keine neuen Signale erfinden kann. Dennoch sind Regeln und Vorschriften dazu da, dem Gemeinwohl zu dienen. Wenn sie veraltet sind, nicht funktionieren oder Anpassungen benötigen, dann müssen Änderungen vorgenommen werden. Damit solche Änderungen möglich werden, braucht es auch einen gewissen Druck seitens bestimmter Organisationen, zum Beispiel der Stadt Zürich, gegenüber dem Bund und dem ASTRA. Dafür braucht es jedoch auch die Bereitschaft, diesen Weg zu gehen, und nicht lediglich den Hinweis, dass einem aufgrund der bestehenden Vorschriften die Hände gebunden seien.

Und last but not least: Sie erwähnen, dass im kommenden Frühling einige Anpassungen geplant sind. Meine Frage ist daher, weshalb dies nicht auch auf züriwieneu kommuniziert werden konnte, anstatt eine Standardantwort zu geben, die vor allem Frustration auslöst?