Das kann doch echt nicht sein.

velotsüri 18. Sept. 2025

Gestern war ich auf der Badenerstrasse stadteinwärts unterwegs. Auf der Höhe Letzigrund benutzte ich die Herdernstrasse um auf die VVR zu kommen. Und siehe da: ich wurde von unzähligen Autos begleitet und eng überholt, die ebenfalls diesen Weg über die VVR nahmen.
Bei Google-Maps wird sogar diese Strecke als empfohlen vorgeschlagen und die Autos werden nicht über den Albisriederplatz geführt.

Konkrete Frage an die Stadt (danke für die Antwort im Voraus!): Warum gibt es kein Schild "Zubringer gestattet" für die Autos, die zur Tankstelle wollen? Alle anderen können doch wirklich den Weg über den Albisriederplatz nehmen?

Das würde auch die Kreuzung Herdern-Bullingerstrasse entschärfen.

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Es gilt immer noch diese Antwort hier: https://www.bikeable.ch/spots/12167

19 Kommentare

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samuvelo

23. Sept. 2025

Überlegungen zur Gubristthematik:
Wir warten aber nicht etwa einfach auf die Eröffnung der dritten Röhre, die dann die Durchfahrtsproblematik in der Stadt behebt, oder?
a) "leider" wird sie wohl tatsächlich Auswirkungen haben, was lediglich dafür spricht, dass das Autofahren in dieser Stadt nachwievor zu attraktiv ist und man überall direkt durchfahren kann. Wie eben beispielsweise auch einfach mal so durch die VVR.
b) ohne konsequente durchfahrtsverhindernde Massnahmen wird es immer quartierfremden Verkehr auf der VVR geben. Egal wie viel: der - und es tut mir leid wenn ich mich mal wieder wiederhole - behördenverbindliche Richtplan und die Velostandards besagen klar, dass KEIN quartierfremder Durchgangsverkehr auf den VVR fahren darf. Dies wird nur erreicht durch konsequente Massnahmen und nicht durch weiche Lenkungsmassnahmen.

Wieso ich mich mal wieder äussere: Heute wars mal wieder mega ungemütlich.
- Autos in alle Richtungen über die Kreuzung unterwegs - morgens und abends.
- Die Kreuzung wird auch mal einfach als Staufläche benutzt, weil MIV keinen Bock mehr hat in der VVR zu stehen.
- Tempo30 scheint - bei freier Fahrt - optional
- Das Abdrängen vor Verkehrsinseln ist wirklich stark verbreitet
Wenn man dann mal laut ruft, um nicht abgeschossen zu werden (weil der MIV einen wiedermal übersieht und dies die einzige Möglichkeit ist als Velo sichtbar zu werden) kommt vermehrt Roadrage hervor.

Es ist wirklich nicht gemütlich auf dieser Strecke - 8 bis 80... Bitte schützt uns.

PS. Und irgendwie verstehe ich ja die Autofahrenden, dass sie sauer sind - mich würde der Stau auch mässig begeistern. Drum ist m.E. eine Separierung der Verkehrsmittel - dort wo sie planerisch vorgesehen ist - erst recht wichtig.

Bearbeitet: 23. Sept. 2025, 16:07:47

amateur

23. Sept. 2025

Genau! Der Wasserrohrbruch vom Gubrist am 18.9.2025 dürfte eigentlich auf die VVR (und auf die Quartierstrassen überhaupt) keinerlei Auswirkungen haben.

Im heutigen Status Quo legt so ein aussergewöhlicher Vorfall gnadenlos die Schwächen des Verkehrssystems der Stadt Zürich offen.

Momentan gibt es einen grossen Gap zwischen Projekten (VVR! Super-Blocks! Autarme Langstrasse! Autofreier HB!) und Realität.

Wie wäre es, einfach mal ein paar Pflöcke (vulgo "Pfosten" bzw. "Modalfilter") einzuschlagen??

Eye Opener: ruft um 7:30 oder um 17:00 den Routenplaner von Google Maps auf und gebt eine beliebige Strecke ein, wählt Verkehrsmittel "Auto". Reibt Euch die Augen, wo die schnellste Route so durchführt. Nämlich vor Eurem Haus an der verkehrsberuhigten Quartierstrasse. Auf der T30-Strasse ohne Fussgängerstreifen. "Schnellste Route aufgrund Stau auf der Hauptstrasse", sagt Google Maps.

Stadt Zürich

19. Sept. 2025

Es gilt immer noch diese Antwort hier: Velovorzugsroute Basler-/Bullingerstrasse – Einschätzung von Stadträtin Karin Rykart

Das wohlwollende Mitfühlen der städtischen Angestellten wirkt Wunder. Nun geht es (auch) meiner Seele um Faktoren besser!
Schönen Feierabend ;-)

samuvelo

19. Sept. 2025

Ich bin dankbar immerhin zu sehen, dass die Stadt mitliest.

tsüri_style

19. Sept. 2025

….ich weiss ja nicht… das Statement ist jetzt auch schon wieder ein halbes Jahr alt, und ziemlich schlecht gealtert. Wo sind denn die „Lösungen“ und „Massnahmen“ von denen Rykart sprach?
Warum ist der Stopp in der Herdernstrasse immer noch nicht rechtskräftig?
Als Steuerzahler, Wähler, und Bürger fühle ich mich mit dieser Salamitaktik nicht nur komplett hingehalten, sondern sehe auch den Wähler:innenwille bzgl VVR mit Füssen getreten, und nicht adäquat umgesetzt.
Wieviele Meter VVR sind bis jetzt autofrei und für „von 8-80ig“? Eben.
Statt endlich den MIV in die Schranken zu weisen, und für Velofahrende und den ÖV endlich praktikable und sichere Lösungen zu erarbeiten, wird, wenn überhaupt, der mutlose Kompromiss gewählt, welcher lediglich den Status quo des MIV zementiert.

Heute im Tagi auf Seite 4: Tipps der niederländischen Stadtplanerin Elke Schimmer! Sehr lesenswert, auch wenn es im Bericht v. a. um Bern geht.

Beruhigend für den Osten des Landes: Auch in Bern/Umgebung sieht Frau Schimmer noch grösseres Optimierungspotenzial der Veloinfrastruktur. Und das ASTRA findet (eher beunruhigend), dass wir auf Kurs seien: In den meisten Kantonen plane man getrennte Radwege, sichere Knoten und Abstellplätze. Fast ein wenig wie bei den Zürcher VVR!
Quintessenz einer im Bericht erwähnten Podiumsdiskussion: Es fehlt nicht am Geld!
Zum Schluss findet Elke Schimmer bei Bern eine sehr gut organisierte Baustelle mit sauberer, temporär und ausschliesslich für Velos organisierten Führung.
Es geht also nicht nur im Aargau ;-)
Kuule Velowegführung während der Bauphase

Bearbeitet: 19. Sept. 2025, 09:24:47

velotsüri

19. Sept. 2025

Danke, aber eine Antwort auf meine konkrete Frage mit dem Zubringerdienst sehe ich in Frau Rykarts Statement nicht.
Das heisst nun also, dass ich im nächsten Jahr statt zwei Grüne nur einen Grünen wählen werde und hoffe, viele tun es mir gleich.

Bearbeitet: 19. Sept. 2025, 10:55:58

kamillo3000

19. Sept. 2025

In allgemeinen ist das Velofeeling in Bern einiges besser als ZH und seit meiner Beobachtung (ab 2016) der Umbau konsequenter - auch mit Modalfiltern in Quartieren - Stichwort Schleichverkehr.

Wichtig ist, der Stadt bei jeder VVR weiterhin genau auf die Finger zu schauen. Hier haben wir wenigstens das Versagen und die Nichtumsetzung auch von seiten der Stadt eingestanden und dokumentiert schwarz auf weiss.

samuvelo

19. Sept. 2025

Im Kreis 6 & 4 werden Quartierblöcke getestet. Da spricht absolut nichts dagegen. Aber in diesen Quartieren wird der Schleichverkehr im Quartier schon länger durch Einbahnstrassensyteme und enge Strassenräume reduziert. Im Kreis 9 werden gleichzeitig die Quartierstrassen für den regionalen Verkehr freigegeben. Irgendwie schade, dass man den Pilot nicht hier ansetzt, wo man ihn besonders nötig hat und vermutlich auch die Auswirkungen deutlicher sichtbar würden.

Bearbeitet: 20. Sept. 2025, 05:38:29

tsüri_style

18. Sept. 2025

RyCarT abwählen!
(es kann fast nur besser werden)

amateur

18. Sept. 2025

Jemand bei Reddit: 'Damned, "Thursdays against future" is protesting again?'

https://www.reddit.com/r/zurich/comments/1nkcq26/anyone_know_whats_happening_in_altstetten/

Heute war die ganze Stadt Zürich Autobahnumfahrung wegen Wasserrohrbruch beim Gubrist.

Danke für nichts.

Bearbeitet: 18. Sept. 2025, 19:39:16

noctua

18. Sept. 2025

Als ich deinen Post gesehen habe, musste ich laut lachen (zynisch aktive Verarbeitung..) Schwarz auf Weiss (oder eher Blau auf Grau und Grün) dargestellt, warum wohl keine Rede von „keinem Durchgangsverkehr“ sein kann – oder was genau wurde politisch angenommen?

Zur Verdeutlichung: Es ist nicht nur die Karte, die die Schleichroute zeigt. Es ist die Realität, und die hängt als wunderschöne Zeitreihe gleich mit dran – aufgenommen heute um 18:00 Uhr.

Wenn Sie genau hinschauen, liebe Dienstabteilung Verkehr, liebes Tiefbauamt, liebe Frau Rykart, liebe Frau Brander, sehen Sie auf der einen Seite der Strasse das erfreuliche Resultat der Veloförderung: Viele Velos! Ja, das ist wirklich super! Auf der anderen Seite der Strasse jedoch sehen wir, wie es aussieht, wenn man seine Arbeit zu ebendieser Förderung nicht zu Ende bringt.

Liebe Stadt, was die heutige Gestaltung der Bullingerstrasse angeht:
Danke für ganz wenig.

Es gibt auch Menschen, die mit dem Rad von Altstetten sicher und schnell in die Stadt fahren wollen – und dies auch um 18 Uhr. Bei einer solchen Ausgestaltung einer so genannten Velovorzugsroute steigt mir eine gewisse Übelkeit hoch. Noch mehr jedoch bei der konsequenten Verweigerung, etwas dagegen zu tun - was häufig auf Übelkeit kommt, kennt ihr ja dann. Genau dieses Gefühl habe ich regelmässig auf meinem Arbeitsweg auf der VVR in Alstettten.

Liebe Leitung Sicherheitsdepartement, Liebe Leitung Tiefbauamt, wann können wir mit Verbesserungen rechnen? Falls - was ich respektiere - das Veloteam mal wieder nicht antworten darf, dann, lieben Leitungen, handelt bitte einfach endlich.

Und zur Erinnerung; im Frühjahr ist die durchgängige Vorzugsroute an den HB fertig. Wenn die VORZUGSRoute dann durchgehend so schlecht ist und diese Menge an Durchgangsverkehr aufweist, lasst dann zumindest das Eigenlob auf der Seite und macht Pressemitteilungen wie: Wir wollten, konnten aber aus diesen 1, 2, 3, 4 (ehrlichen) Gründen nicht mehr erreichen.

So Frustschreiben beendet. Schöne abig!

amateur

18. Sept. 2025

Zu dieser (Nicht-)VVR wurde glaube ich schon fast alles gesagt. Man kann nur hoffen, dass die DAV bzw. Frau Rykart hier irgendwie noch die Kurve kriegen.

Allgemeiner gesprochen geht es aber um das leidige Thema "Schleichwege". Also Quartierstrassen, welche als Umgehung von Stau auf den Hauptstrassen missbraucht werden.

Google Maps befördert natürlich das Phänomen, aber Schleichwege gab es auch schon davor, spricht sich halt herum in der Autoholiker-Szene.

Es gibt ein Zaubermittel dagegen, das nennt sich "Modalfilter". Vulgo: Pfosten, Betonkäse, Blumentöpfe. Also physische Objekte, mit einem Abstand von kleiner als 2m aufgestellt, um die Autos von der Durchfahrt abzuhalten.

Stadt Tsüri: 🙏🏻 Wäre lieb.

Auch wenn schon alles gesagt ist dazu. Es ist wichtig, dass die Stadt tagtäglich daran erinnert wird (auch hier auf bikeable) was für eine Arbeitsverweigerung Sie bei der sogenannten VVR in Altstetten an den Tag legt.

Einfach nur Katastrophe!

maui

18. Sept. 2025

Ist doch alles Tip Top 🤡

Einfach nochmals zu Erinnerung;
Velovorzugsroute Basler-/Bullingerstrasse – Einschätzung von Stadträtin Karin Rykart

Velovorzugsroute Basler-/Bullingerstrasse – Einschätzung von Stadträtin Karin Rykart

kamillo3000

18. Sept. 2025

Solange VVRs immer noch als Stau-Umfahrung und Schleichrouten dienen, sind es einfach keine VVR - punkt. Hier ganz krass und x-fach diskutiert inkl. Antwort vom Stadtrat sinngemäss "Autoverkehr wird weiterhin in die Baslerstrasse geleitet um den Albisriederplatz zu entlasten. Es ist schicht so gewollt.

Neu im Kreis 4 bald auch die VVR in der Herman-Greulich-Strasse und Brauerstrasse. Sehenden Auges ins Verderben.

Der Vorschlag von samuvelo ist eig. gut (wenn auch mit Abbiegekonflikt Velo-Auto auf der Kreuzung). Aber eben, dann würden ja weniger Autos die Balserstrasse nehmen und das will die Stadt ja nicht. Verrückt, oder?

Bearbeitet: 18. Sept. 2025, 17:22:55

samuvelo

18. Sept. 2025

Die Argumentation geht für mich schlicht nicht auf: wie will man einen Platz entlasten, der bereits überlastet ist - und das notabene vor der Einführung der VVR?

Die Öffnung der VVR für den MIV hat Auswirkungen auf die Rückstaulänge. Ob nun aber 10 oder 100 Autos hinter dem überlasteten Albisriederplatz warten, macht keinen Unterschied, ob die Trams und Busse schneller über den Platz kommen.

Es braucht Staumanagement-Massnahmen für die Entlastung des Platzes. Ja, dies stelle ich mir nicht einfach vor. Aber das ist die einzige Lösung, denke ich, und nicht einfach das Austragen der Problematik auf dem Rücken der Schwächeren.

samuvelo

18. Sept. 2025

Die Strassentypisierung im Richtplan würde dies sogar voraussetzen, dass die Autos über den Albisriederplatz sollen. Und der wäre für die Stadt verbindlich.

Wenn kein Fahrverbot (eingehalten würde dies ja wohl auch mässig, wie man das in dieser Stadt an x-beliebigen Strassen erlebt), dann geht’s viel einfacher mit einem Rechts- statt Linksabbiegegebot bei der Hardstr (inkl. Insel damit man gar nicht anders kann).

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3

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